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#66: KI macht dich schneller – aber nicht dein Unternehmen
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0:00 Das Produktivitäts-Paradoxon: Schneller, aber voller
0:00 SPEAKER_00: Ich schaffe heute an einem Vormittag mehr als früher in 1 ganzen Woche. Und trotzdem ist bei uns nicht alles schneller geworden, sondern voller.
0:08 SPEAKER_00: Frage ist dann vielleicht nicht, wie schnell bin ich,
0:11 SPEAKER_00: sondern bei wem danach die Arbeit beginnt.
0:24 SPEAKER_00: Willkommen zurück zu Cointelligence,
0:27 SPEAKER_00: eurem KI Lernpodcast,
0:29 SPEAKER_00: heute in Folge 66.
0:33 SPEAKER_00: Es ist mitten im Sommer und wir dürfen wieder unsere Stammgästin
0:37 SPEAKER_00: Magdalena Beilmann bei uns begrüßen
0:39 SPEAKER_00: Und ich bin auch da, Benjamin Wüstenhagen. Magdalena ist nicht nur Vibe President
0:44 SPEAKER_00: bei thekey Academy,
0:45 SPEAKER_00: sondern auch GTM Lead
0:47 SPEAKER_00: und ist wahrscheinlich die Person, die am meisten
0:50 SPEAKER_00: AI Pilt ist, bei uns im Unternehmen zumindest. Moritz lässt sich entschuldigen,
0:55 SPEAKER_00: hat viel zu tun, demnächst auch wieder mit Moritz.
1:00 SPEAKER_00: Wir haben in den letzten Monaten beide sehr viel mit KI gearbeitet und hatten eine Beobachtung,
1:07 SPEAKER_00: nämlich dass wir das Gefühl haben, dass KI uns individuell schneller macht, aber als Organisation
1:12 SPEAKER_00: vielleicht gar nicht so viel schneller.
1:15 SPEAKER_01: Zumindest nicht immer,
1:17 SPEAKER_01: nicht automatisch.
1:18 SPEAKER_00: Ja.
1:20 SPEAKER_00: Und wir wollen heute die Frage beleuchten, was passiert
1:23 SPEAKER_00: mit 1 Organisation,
1:25 SPEAKER_00: mit' Unternehmen,
1:27 SPEAKER_00: wenn einzelne Menschen KI plötzlich sehr viel mehr nutzen und damit mehr schaffen?
1:33 SPEAKER_00: Und wo wandert der, ja, wie soll ich sagen, der
1:36 SPEAKER_00: der Flaschenhals hin? Wo ist der Engpass?
1:40 SPEAKER_01: Das ist eine gute Frage. Ich
1:43 SPEAKER_01: hab das Gefühl, wir
1:45 SPEAKER_01: schaffen immer mehr mit KI, was dazu führt, dass wir superviel
1:50 SPEAKER_01: umsetzen individuell
1:52 SPEAKER_01: und teilweise auch dazu, dass wir ein bisschen den Überblick und vielleicht auch die Richtung verlieren.
2:00 SPEAKER_00: Wir haben hier im Podcast ja auch schon über die Bilderkultur
2:03 SPEAKER_00: gesprochen.
2:04 SPEAKER_00: Wir haben drüber gesprochen,
2:06 SPEAKER_00: dass mehr Menschen zu KI Orchestratoren
2:09 SPEAKER_00: werden.
2:10 SPEAKER_00: Ich glaub, all das leben wir selber.
2:13 SPEAKER_00: Aber das, was Du sagst, ist ist uns vor allen Dingen in letzten in letzter Zeit stärker aufgefallen. Wir haben ein paar Beispiele mitgebracht,
2:21 SPEAKER_00: wo wir's zeigen wollen. Ich schaff mehr heute in einem Vormittag
2:25 SPEAKER_00: manchmal, als ich früher in 1 Woche geschafft habe.
2:28 SPEAKER_00: Ich hab früher viel in dem Produktmanagement
2:30 SPEAKER_00: gearbeitet und da war immer so mein,
2:32 SPEAKER_00: weiß ich, meine
2:34 SPEAKER_00: mein Guru Martin Keigon,
2:38 SPEAKER_00: Produktmanagement
2:39 SPEAKER_00: Coach, der viele Bücher geschrieben hat und immer viel darüber gesprochen hat, über Outcome, Outcome, Outcome. Also nicht nur Output viel schaffen, sondern tatsächlich dann auch irgendwas tun, was ein Unterschied macht.
2:50 SPEAKER_00: Und ich selber hab die Beobachtungen
2:52 SPEAKER_00: bei mir gemacht, dass ich wahnsinnig viel Output generiere, ganz viel
2:57 SPEAKER_00: kleine Apps, große Apps, HTML Seiten, Berichte, Analysen, whatever.
3:03 SPEAKER_00: Aber dabei ist mir manchmal bisschen verloren gegangen, was eigentlich das Outcomm dessen sein soll.
3:09 Outcome statt Output: Schneller in die falsche Richtung?
3:09 SPEAKER_01: Ja, kann ich bestätigen.
3:11 SPEAKER_00: Martin Kaygen, ich bin einmal wieder auf seinem Blog gegangen nach langer Zeit. Er hat das dann schön untersucht
3:17 SPEAKER_00: und hat,
3:19 SPEAKER_00: ich hab den Namen grad vergessen und hatte einen der den Produktchef von Hub von diesem Armband,
3:24 SPEAKER_00: hat er zitiert und meinte, hey, wir schaffen jetzt in in kürzester Zeit viel mehr als früher, aber wir schaffen es auch damit, zehnmal schneller in die falsche Richtung zu laufen. Tatsache
3:35 SPEAKER_01: und etwas überspitzt
3:37 SPEAKER_01: formuliert,
3:38 SPEAKER_01: wenn Du abends deinen Laptop zuklappst und hast vielleicht
3:42 SPEAKER_01: 10 neue
3:44 SPEAKER_01: Tickets erstellt oder ein schönes neues System gebaut,
3:48 SPEAKER_01: fängt dann vielleicht bei jemand anderem die Arbeit an?
3:52 SPEAKER_01: Denn manchmal ist es ja nicht zu Ende, wenn Du fertig bist mit dem, was Du mit KI produziert hast oder? Willst Du dir damit sagen, dass ich Arbeit für dich produziere damit? Nicht nur für mich.
4:04 SPEAKER_00: Was sind deine deine Erfahrungen, aber was was hast Du? Du hast ja auch wahnsinnig viel Zeit in diesen mit KI verbracht,
4:11 SPEAKER_00: hast eine riesige Lernreise hingelegt, hast andere angeleitet oder bist dabei,
4:16 SPEAKER_00: bist selber als Coach unterwegs in dem Bereich.
4:19 SPEAKER_00: Was sind deine Beobachtungen?
4:21 SPEAKER_01: Unterschiedlich, also ich hab sowohl positive als auch negative
4:26 SPEAKER_01: Storys zu erzählen, glaube ich. Ein
4:29 SPEAKER_01: schöner, positiver Fall jetzt aus unserem Arbeitsalltag
4:32 SPEAKER_01: ist, dass wir
4:34 SPEAKER_01: mit
4:35 SPEAKER_01: oder wir fangen negativ an. Wir haben verschiedene Agenten gebaut, die uns
4:41 SPEAKER_00: Berichte geliefert haben. Vielleicht erinnert ihr euch, wir hatten Anfang des Jahres eine Folge
4:47 SPEAKER_00: zu OpenClaw.
4:48 SPEAKER_01: Richtig. Und sind dann selber in das OpenClaw Loch gefallen, haben uns ganz viele OpenClaw Agenten gebaut. Genau, Loch ist ein gutes Stichwort. Denn ich glaub, wir hatten am Ende 8 Reports in verschiedenen Slack Channeln.
5:00 SPEAKER_01: Ja.
5:01 SPEAKER_01: Teilweise auch bedingt dadurch, dass wir einfach viele verschiedene Quellen haben,
5:05 SPEAKER_01: verteilt Zahlen aus
5:08 SPEAKER_01: Mongo Datenbank,
5:09 SPEAKER_01: Post Talk,
5:11 SPEAKER_01: Intercomm
5:11 SPEAKER_01: und was es nicht noch alles gibt. Mhm.
5:14 SPEAKER_01: Und uns ist aufgefallen, ich glaube sowohl dir als auch mir als auch anderen Kollegen ausm Team,
5:20 SPEAKER_01: dass niemand mehr die Reports
5:23 SPEAKER_00: wirklich liest und vor allem keinen Gesamtüberblick hat Ja. Dadurch, dass sie überall verteilt waren. Ja, stimmt. Es gab dann zwar Agenten, man konnte sagen, hey, wir haben tolle KI Agenten und die geben uns jeden Tag ein tollen Report, welche Ads denn grade gut laufen und was man als Nächstes machen sollte, aber
5:36 SPEAKER_00: die Agenten helfen dir auch nicht, wenn dann da nichts bei rumkommt und nichts passiert. Richtig.
5:41 SPEAKER_01: Deswegen gibt es jetzt ein Cockpit
5:45 SPEAKER_01: mit, Bitte.
5:46 SPEAKER_01: Ich glaube,
5:47 SPEAKER_01: 9 verschiedenen Tabs Und
5:49 SPEAKER_01: Und es gibt keine einzelnen Reports mehr beziehungsweise nur noch einen mit den wichtigsten
5:54 SPEAKER_01: KPIs und dann kommt man über einen einfachen Link eben auf dieses Dashboard
5:59 SPEAKER_01: und findet da wirklich alle Zahlen
6:02 SPEAKER_01: und auch alle Zahlen, die man dann auch ins Verhältnis setzen kann.
6:05 SPEAKER_01: Mit anderen Zahlen wiederum spricht da jetzt so was wie
6:09 SPEAKER_01: unsere Organic Social Media Kanäle,
6:11 SPEAKER_01: unsere Paid Performance,
6:14 SPEAKER_01: unsere Funnel Conversion Rates,
6:16 SPEAKER_01: unseren Revenue.
6:18 SPEAKER_00: Also alles auf einen Blick. Und warum ist das jetzt so neu? Weil das hätten... Also so Cockpits oder eine Dashboards hättest Du jetzt auch vor 10 Jahren haben können mit Power BI.
6:27 SPEAKER_01: Ja, ist wohl korrekt, aber in dem Cockpit haben wir genau die Zahlen, die wir haben wollen, die wir vorher verteilt hatten auf verschiedene Reportings und das Ganze auch jeweils, wie gesagt, ins Verhältnis gesetzt
6:40 SPEAKER_01: und mit
6:42 SPEAKER_01: beispielsweise' Wettbewerbervergleich,
6:44 SPEAKER_01: mit
6:45 SPEAKER_01: entsprechenden KI Empfehlungen, wie können wir bestimmte Conversion Rails verbessern?
6:49 SPEAKER_01: Also
6:50 SPEAKER_01: schon kein einfaches Dashboard wie jetzt in' Blogger Studio.
6:55 SPEAKER_00: Was hat dich dazu geführt, das jetzt einzuführen?
6:58 SPEAKER_01: Eben, dass ich gemerkt habe, dass ich aus den Reports nicht mehr wirklich was gemacht habe. Also die kamen zwar und ich hab jedes Mal die Nachricht angeklickt,
6:59 Vom Report-Overload zum zentralen Cockpit
7:05 SPEAKER_01: dann aber auch genauso schnell wieder weggeklickt. Das war einfach nicht mehr handlungsleitend für mich.
7:10 SPEAKER_01: Und so hab ich das Gefühl,
7:12 SPEAKER_01: dass das komplette Team
7:15 SPEAKER_01: auf ein Cockpit schauen kann und von denselben Zahlen spricht und daraus hoffentlich dann auch was macht.
7:22 SPEAKER_00: Was da auch ganz spannend ist,
7:24 SPEAKER_00: ist jetzt auch so aufgesetzt, dass man da kollaborativ
7:27 SPEAKER_00: dran weiterentwickeln kann
7:29 SPEAKER_00: über ein Repo bei GitHub. Genau, richtig. Hättest Du dir vor einem Jahr vorstellen können, dass Du mit GitHub Repos arbeitest in deiner täglichen Arbeit? Vermutlich nicht. Ja, genau. Ich hab's zumindest nicht gemacht. Aber
7:41 SPEAKER_01: hat durchaus Vorteile. Das ist ja Nicht nur beim Cockpit so, sondern auch bei anderen Projekten
7:47 SPEAKER_01: fangen wir jetzt immer mehr an, mit gemeinsamen Repos zu arbeiten, damit verschiedene Teamkollegen
7:53 SPEAKER_00: eben weiter daran iterieren können und das optimieren können. Diejenigen, die von euch selber Entwickler sind, Entwicklerin sind, kennen das, ne, Repositories
8:01 SPEAKER_00: auf GitHub, da gibt's auch GitLab, aber sozusagen
8:05 SPEAKER_00: versionierte
8:06 SPEAKER_00: versionierter Code,
8:08 SPEAKER_00: der zentral in der Cloud liegt, auf den mehrere Menschen parallel zugreifen können,
8:13 SPEAKER_00: sowohl lokal weiterentwickeln und dann auch einchecken und, ne,
8:17 SPEAKER_00: miteinander kommunizieren, was dann letztlich
8:20 SPEAKER_00: in das in das Dashboard einfließt. Ehrlicherweise hab ich das auch schon genutzt und hab da ein paar kleine Veränderungen vorgenommen,
8:26 SPEAKER_00: zum Beispiel
8:28 SPEAKER_00: Tierchen eingefügt.
8:29 SPEAKER_01: Ganz wichtig
8:31 SPEAKER_01: für den Spaß im Berufsalltag.
8:35 SPEAKER_01: Er hat sehr viele Vorteile, son GitHub Repo kann aber auch Nachteile haben.
8:41 SPEAKER_01: Haben wir grade beim Launch unserer neuen Website die Erfahrung gemacht,
8:46 SPEAKER_01: denn der Vorteil ist, viele Menschen können gleichzeitig daran arbeiten,
8:51 SPEAKER_01: aber
8:52 SPEAKER_01: ganz gleichzeitig eben doch nicht, weil man sich gegenseitig in die Quere kommen kann,
8:57 SPEAKER_01: was teilweise dazu führt,
9:00 SPEAKER_01: dass bestimmte
9:02 SPEAKER_01: Änderungen mal 2 oder 3 Stunden brauchen,
9:05 SPEAKER_00: weil grade geblockt ist von einem anderen Menschen. Auch das ist ein schönes Beispiel, wie wir KI einsetzen. Wir hatten früher, wie viele andere wahrscheinlich auch, eine klassische
9:06 Webseiten-Launch mit Claude und GitHub
9:15 SPEAKER_00: Webseite auf WordPress.
9:17 SPEAKER_00: Die wurde irgendwann mal von' Agentur betreut, dann ist die Betreuung in deinen Shows gefallen. Herzlichen Glückwunsch. Vielen Dank.
9:23 SPEAKER_00: Und da war's halt eine 1, ja, eine große Page mit vielen, vielen Hunderten Unterseiten.
9:27 SPEAKER_00: Und wir wollten dann eine neue Webseite machen und hatten noch eigentlich mal ein Budget
9:33 SPEAKER_00: dafür, eine Agentur zu nutzen.
9:35 SPEAKER_00: Und haben uns dann aber entschieden, lasst es doch mal probieren, ob wir das auch mit Claude
9:39 SPEAKER_00: hinbekommen.
9:40 SPEAKER_00: Haben bisschen recherchiert, was ja, was das beste Set-up sein könnte und haben uns dann für einen sogenanntes Headless
9:47 SPEAKER_00: CMS System entschieden, also ein Content Management System,
9:50 SPEAKER_00: was aber über eine Schnittstelle angebunden ist, wo im Prinzip
9:54 SPEAKER_00: alle Inhalte reingehen
9:55 SPEAKER_00: und dann ein relativ leichtgewichtiges
9:58 SPEAKER_00: Framework drum herum.
10:00 SPEAKER_00: Und das hat es uns ermöglicht, komplett inhouse diese Webseite zu bauen,
10:04 SPEAKER_01: die sehr performant ist, die sicher ist und die schnell ist. Die sehr, sehr viel schneller ist und auch das Anlegen von einzelnen Seiten geht natürlich deutlich schneller. Das ging vorher durch mehrere Hände. Ja. Grade wenn zum Beispiel eine
10:18 SPEAKER_01: Sales Landingpage erstellt wurde.
10:21 SPEAKER_01: Und jetzt ist es ein prompt in Claude
10:24 SPEAKER_00: und dann ist eine neue Landingpage da 5 Minuten später. Genau, da haben wir auch probiert, zusammenzuarbeiten über ein GitHub Repo und ja,
10:31 SPEAKER_00: ehrlicherweise jetzt auch keine GitHub Profis.
10:34 SPEAKER_00: Nee. Also
10:36 SPEAKER_00: Advancelt Anfänger oder so.
10:39 SPEAKER_00: Aber da haben wir genau das erlebt, ne, dass wir da schon lernen wollten aus den Erfahrungen, hey, wir müssen mehr zusammenarbeiten, nicht jeder sein eigenes Ding köcheln mit seiner KI
10:48 SPEAKER_00: und sind da an diese Probleme gestoßen.
10:50 SPEAKER_01: Richtig, aber ich glaube, da ist was sehr, sehr Cooles draus entstanden.
10:51 Der neue Flaschenhals: Review-Stau statt Kreation
10:55 SPEAKER_01: Was vor allem
10:56 SPEAKER_01: superpraktisch ist, ist, dass man sich gegenseitig
10:59 SPEAKER_01: noch mal kontrollieren kann.
11:01 SPEAKER_01: Die eine KI
11:03 SPEAKER_01: fängt irgendwas an, die nächste KI kontrolliert es wieder. Zwischendurch schaut an den wichtigen Stellen noch mal ein Mensch drauf.
11:10 SPEAKER_01: Das hab ich vorher so nicht gemacht. Ich glaub, das hat zu' deutlich besseren Ergebnis geführt.
11:15 SPEAKER_00: Ja, aber jetzt ist so der der Flaschenhals ist jetzt eben nicht mehr, schaff ich es wirklich, sone Webseite zu bauen oder schaff ich es wirklich, 1 1 1 Dashboard zu bauen
11:25 SPEAKER_00: und da genau das drin zu haben, was ich gerne möchte, sondern letztlich wandert das son Stück weit zu den Reviews.
11:31 SPEAKER_02: Ja. Ja.
11:33 SPEAKER_00: Also ich kann jetzt viel machen, aber wenn ich die Review nicht abgenommen kriege, dann ist trotzdem ein Flaschenhals da. Ist auch...
11:39 SPEAKER_00: Also sobald es dann eben von' Organisation getragen wird und nicht nur mein eigenes Ding ist, in dem ich selber rumköchle, sondern im Prinzip kollaborativ arbeiten will, hast Du dieses Thema. Und das sehen wir sowohl bei diesen Themen,
11:52 SPEAKER_00: sehen's aber auch bei Coding selber. Also ich glaub, so viele Pull Requests
11:57 SPEAKER_00: wie heute hatten wir selten oder hatten wir noch nie,
12:01 SPEAKER_00: aber dennoch,
12:02 SPEAKER_00: ja, läuft's da dann auf und muss dort von Menschen noch mal überprüft werden.
12:07 SPEAKER_01: Korrekt, also auch wieder ein Priorisierungsthema.
12:11 SPEAKER_01: Dafür bauen wir auch grade wieder was mit KI. Wir
12:15 SPEAKER_01: haben
12:16 SPEAKER_01: früher
12:17 SPEAKER_01: mit'
12:18 SPEAKER_01: Projektmanagement Tool gearbeitet und da relativ kleinteilig die Tasks drin.
12:24 SPEAKER_01: Aber was wir eigentlich nie
12:26 SPEAKER_01: so konkret gemacht haben, ist, Sachen auch mal verworfen
12:31 SPEAKER_01: oder explizit in den Backlog gelegt. Und ich hab das Gefühl, momentan
12:35 SPEAKER_01: machen wir das auch so gut wie gar nicht mehr. Mhm. Wir verfolgen erst mal einzeln jede Idee, die wir so haben
12:41 SPEAKER_01: und dadurch
12:42 SPEAKER_01: verschiebt sich halt der Flaschenhals, wie Du grade gesagt hast, ne.
12:46 SPEAKER_01: Und dafür...
12:47 SPEAKER_01: Hoffentlich können wir's in der nächsten Folge mal zeigen oder anteasern,
12:50 SPEAKER_01: bauen wir grade sone eigene Art
12:53 SPEAKER_01: Projektmanagement
12:54 SPEAKER_01: Tool, die uns das erleichtert,
12:57 SPEAKER_01: indem es nur zulässt,
13:00 SPEAKER_01: dass eine gewisse Anzahl an
13:02 SPEAKER_00: Systemen oder Ideen gleichzeitig bearbeitet werden. Kann man, ne, ein bisschen Ja, genau. Ja, was mir selber aufgefallen ist, macht... Ich mein,
13:03 Die Gefahr von KI-Multitasking und Burnout
13:10 SPEAKER_00: ich hab ja mal geschaut, wie viele GitHub Comits ich eigentlich so habe dieses Jahr. Ich glaub, ich bin bei so knapp 5000.
13:17 SPEAKER_00: Das ist auch nicht mehr so richtig gesund.
13:19 SPEAKER_00: Und das Versprechen
13:20 SPEAKER_00: war ja lange, hey, wir wir haben dann KI und können dann
13:24 SPEAKER_00: Aufgaben übergeben, die wir selber nicht mehr machen müssen.
13:27 SPEAKER_00: Juhu, haben wir Zeit für was anderes. Bei mir persönlich ist es dann dazu gekommen, dass ich eigentlich mehr gearbeitet hab als je zuvor,
13:34 SPEAKER_00: weil ich diesen
13:35 SPEAKER_00: Hype und diese Euphorie hatte und dachte, ja geil, jetzt kann ich endlich die Dinge umsetzen, die ich noch nie umsetzen konnte oder kann irgendwie 17 Sachen parallel machen, weil Du gibst dann irgend ein Prompt ein und dann eiert dann dein Claude oder dein Codex oder wer auch immer rum und denkst dir, ja, kann ich ja noch was anderes machen parallel. Und dann hast Du auf einmal dein Hören in 6 verschiedene Projekte gleichzeitig aufgesplittet.
13:54 SPEAKER_00: Und
13:56 SPEAKER_00: ich
13:57 SPEAKER_00: bin, also ich hab das jetzt auch schon öfter auf LinkedIn gesehen von anderen, die drüber berichten. Und ich glaub, das wird ein spannendes Phänomen oder sieht man immer öfter, dass Menschen, obwohl sie jetzt viel effizienter sind,
14:09 SPEAKER_01: trotzdem eine größere Gefahr haben, auszubrennen. Das glaub ich auch. Was bei mir auch supergut sieht, ist wahrscheinlich eine Marketingsache,
14:16 SPEAKER_01: FOMO, Fear of missing out. Wenn ein neues Modell rauskommt wie zum Beispiel Faible und da steht, es ist nur bis Datum x verfügbar,
14:25 SPEAKER_01: dann nutz ich halt die Nächte,
14:27 SPEAKER_01: solange es verfügbar ist oder
14:29 SPEAKER_01: Dürfen wir hast noch ist jetzt noch 3 Tage länger verfügbar. Oh ja, das ist die ganze Zeit verfügbar. Genau. Oder ausnahmsweise hast Du noch 20 Prozent, ich war jetzt grade ein paar Tage im Urlaub. Ja. Hatte deswegen noch relativ viel Limit.
14:41 SPEAKER_01: Ja, dann muss ich natürlich die Nacht meiner KI beschäftigen, weil ich muss das Limit ja ausnutzen.
14:47 SPEAKER_01: Ja. Das ist schon, das ist eine Falle.
14:50 SPEAKER_00: Wir haben, ich weiß gar nicht, wann wir drüber gesprochen haben, ja, vor 2 Wochen oder so, ne, ist uns das son bisschen aufgefallen. Ja. Und mussten dann auch gegensteuern bei uns in der Org. Und dann haben wir mal geschaut, ist das jetzt son Ding, was nur uns so geht oder geht das auch anderen so?
15:04 SPEAKER_00: Oh Wunder,
15:05 SPEAKER_00: es geht auch anderen so. Es gibt son paar 1. Wissenschaftliche Studien,
15:09 SPEAKER_00: die sich mal angeschaut haben, wie dieser Flaschenhals innerhalb der Organisation
15:13 SPEAKER_00: sich verschiebt sozusagen.
15:15 SPEAKER_00: Und
15:16 SPEAKER_00: es gibt beispielsweise, ich muss das ablesen, weil ich hab's nicht im Kopf. Es gibt son paar Feldexperimente,
15:21 SPEAKER_00: die Microsoft, Accenture mit mit' nem Fortschritt in 100 Unternehmen gemacht haben und die haben dort knapp 5000 Entwickler beobachtet.
15:29 SPEAKER_00: Und die haben insgesamt
15:31 SPEAKER_00: es geschafft, 26
15:33 SPEAKER_00: Prozent mehr Aufgaben zu erledigen
15:35 SPEAKER_00: als die Kontrollgruppe.
15:37 SPEAKER_00: Also man sieht schon, was man mehr schafft,
15:41 SPEAKER_00: aber es ist eben keine Aussage über die Unternehmen Unternehmensleistung.
15:44 SPEAKER_00: Also nur, wenn ich mehr Output hab, heißt es nicht, dass ich auch mehr Outcome oder ein besseres Outcome erzähle, ich Ja. Outcome.
15:51 SPEAKER_00: Ja.
15:53 SPEAKER_00: Und das Spannende ist da auch, es gibt eine andere Studie, da wurden Beschäftigte im Kundenservice
15:58 SPEAKER_00: sich angeschaut
16:00 SPEAKER_00: und die haben's geschafft, mit' Karriereassistenten
16:03 SPEAKER_00: pro Stunde 14 Prozent mehr Fälle umzusetzen.
16:07 SPEAKER_00: Und das Spannende war, dass diejenigen, die weniger Erfahrung mit Kundenservice hatten, stärker profitiert haben. Also die Erfahrenen
16:13 SPEAKER_00: haben's trotzdem oder haben nicht so viel Uplift gehabt interessanterweise. Ich
16:17 SPEAKER_00: Ich hätt's mir eigentlich anders vorgestellt.
16:19 SPEAKER_01: Spannend.
16:20 SPEAKER_01: Ja,
16:24 SPEAKER_00: und da gibt's noch eine 3. Studie, die ich ganz spannend fand. Da wurden so
16:27 SPEAKER_00: über 7000 Wissens Wissensarbeiter
16:30 SPEAKER_00: in 66 Firmen über 6 Monate
16:33 SPEAKER_00: beobachtet.
16:36 SPEAKER_00: Die haben die Nutzer haben zwar weniger mit E-Mails verbracht, aber
16:41 SPEAKER_00: die Zeit, in die in Meetings verbracht wurde, hat sich nicht verändert.
16:44 SPEAKER_01: Okay. Ne?
16:45 Warum der KI-Effekt ohne Change-Management verpufft
16:49 SPEAKER_00: Das heißt, wenn ich nicht meine Organisation
16:52 SPEAKER_00: auch ein Stück weit umbaue
16:54 SPEAKER_00: und auf diese Veränderungen
16:57 SPEAKER_00: der Arbeitsweise
16:58 SPEAKER_00: eingehe,
16:59 SPEAKER_00: dann kann es durchaus sein, dass ich vielleicht mehr Aufgaben erledigt bekomme, aber dennoch für Organisationen sich nicht so umrechnen lässt. Und das sind auch son bisschen die die Stimmen, die jetzt grade laut werden in Bezug auf Tokenkosten.
17:10 SPEAKER_00: Ja, was kostet ein Token? Was kostet der Einsatz von KI?
17:14 SPEAKER_00: Oh, ist doch gar nicht so günstig und wer wo ist eigentlich der ROI?
17:18 SPEAKER_01: Spannend. Na
17:19 SPEAKER_01: Na ja, es braucht auch irgendwo gemeinsame
17:22 SPEAKER_01: Gewohnheiten,
17:24 SPEAKER_01: damit ein gewisses
17:26 SPEAKER_01: Outcome am Ende entsteht, ne, oder damit ein Vorteil entsteht fürs Unternehmen, wie jetzt zum Beispiel
17:31 SPEAKER_01: das Beispiel Dashboard, was wir vorhin gebracht haben. Schön, dass es steht,
17:35 SPEAKER_01: aber nur wenn auch alle draufschauen und es alle nutzen, Ja. Hat's am Ende ein Vorteil.
17:41 SPEAKER_00: Ja.
17:42 SPEAKER_00: Ach so, falls ihr euch wundert, falls wenn ihr's grade im per Video seht und ihr euch wundert, warum das alles so formal hier grade ist. Wir sitzen,
17:50 SPEAKER_00: wir haben einfach den Tag auch genutzt. Wir haben heut den ganzen Tag gedreht, deswegen sitz ich ja auch mit irgendwie Einstecktuch und und und Sakko ist jetzt normalerweise nicht so meine
17:58 SPEAKER_00: meine Klamotte in Berlin Kreuzberg.
18:00 SPEAKER_00: Denn Benjamin ist ein Experte Oh ja, oh. In unserem neuen Kurs. Das stimmt. Und wir sitzen hier grad noch im Set,
18:06 SPEAKER_00: wo der Kurs gedreht wurde.
18:09 SPEAKER_00: Wenn ihr kein Video habt, ist jetzt eine gute Möglichkeit, uns mal in YouTube zu schauen und zu abonnieren.
18:16 SPEAKER_00: Also Fazit
18:17 SPEAKER_00: und und da würd's mich auch interessieren, was ihr dazu sagt, was da eure Erfahrungen sind,
18:21 SPEAKER_00: die viel mit KI arbeitet. Gerne kommentieren, egal, wo ihr grade seid, ob auf YouTube oder Spotify oder werever.
18:31 SPEAKER_00: Können
18:32 SPEAKER_00: also einzelne Aufgaben können beschleunigt werden, aber wie schafft man es dann auch, das für die ganze Organisation
18:38 SPEAKER_00: umzusetzen,
18:39 SPEAKER_00: wenn die Organisation vielleicht nicht,
18:41 SPEAKER_00: ich sag mal, KI native ist?
18:43 SPEAKER_01: Ja, und habt ihr persönliche Erfahrungen gemacht,
18:46 SPEAKER_01: dass der Engpass,
18:48 SPEAKER_01: der Bottleneck
18:49 SPEAKER_01: irgendwo anders hingewandert ist durch KI? Würd mich auch sehr interessieren.
18:54 SPEAKER_00: Ja. Also ich glaub, dass das vom ich schaff nicht mehr meine Aufgabe wandert hinzu, okay, ich brauch die Abstimmung, ich brauch die Freigabe,
19:02 SPEAKER_00: ich brauch das Buy in der Organisation,
19:05 SPEAKER_00: jetzt nicht einfach nur einzeln irgendwohin zu rennen. Ja.
19:11 SPEAKER_00: Danke, dass Du hier warst.
19:13 SPEAKER_01: Gerne.
19:14 SPEAKER_00: Wir werden eine weitere Folge aufnehmen
19:16 SPEAKER_00: und hier anschließen
19:18 SPEAKER_00: und noch mal ein bisschen tiefer graben
19:21 SPEAKER_00: und unsere Beobachtungen und Erfahrungen teilen. Wir glauben,
19:24 SPEAKER_00: neben all den Tools und all den News
19:26 SPEAKER_00: sind das auch spannende Dinge,
19:29 SPEAKER_00: mit denen sich Menschen,
19:30 SPEAKER_00: Wissensarbeiter,
19:31 SPEAKER_01: Organisationen beschäftigen sollten. Allerdings und wir werden auch von ein paar mehr Fällen sowohl positiven als auch negativen berichten.
19:40 SPEAKER_00: Wenn euch das gefällt, sprecht ihr bei uns, empfehlt uns weiter.
19:44 SPEAKER_00: Abonniert uns
19:46 SPEAKER_00: und
19:47 SPEAKER_00: gern über kommentieren.
19:48 SPEAKER_00: Das hilft dem Podcast sehr. Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal.
19:53 SPEAKER_02: Cointelligence
19:54 SPEAKER_02: ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI,
19:58 SPEAKER_02: produziert im Constellation Studio in Berlin. Redaktion und Moderation Benjamin Wüstenhagen,
20:03 SPEAKER_02: Moritz Heininger. Und ich, ich bin eine KI, falls ihr das nicht schon längst erraten habt. Einfach nur eine Stimme aus dem Algorithmus.
20:10 SPEAKER_02: Aber hey, immerhin eine Retoutentiming.
20:12 SPEAKER_02: Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, abonniert diesen Podcast, keine Folge zu verpassen. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.