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#44: KI 2026: Schafft Deutschland den Anschluss? Ein Kreuzverhör zu Energie und Industrie
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0:00 Intro & Begrüßung
0:00 SPEAKER_00: Das große KI Kreuzverhör,
0:01 SPEAKER_00: wir umrunden die Welt von
0:04 SPEAKER_00: Rohstoffwettbewerb
0:06 SPEAKER_00: bis hin zur Verantwortung und KI.
0:08 SPEAKER_01: Denn KI ersetzt keine Verantwortung, im
0:11 SPEAKER_01: im Gegenteil, sie liegt schonungslos offen, wer wirklich mitdenkt und wer nicht.
0:20 SPEAKER_00: Willkommen zurück zu Cointelligence,
0:22 SPEAKER_00: eurem KI Lernpodcast
0:24 SPEAKER_00: in der Episode
0:25 SPEAKER_00: 44,
0:26 SPEAKER_00: was für eine Schnapszahl mit
0:28 SPEAKER_00: Magdalena Beilmann in Vertretung von Moritz Heininger und mir Benjamin Wüstenhagen.
0:34 SPEAKER_00: Nachdem wir beim letzten Mal eingestiegen sind in wie KI Maggie in ihren täglichen Arbeiten als Go to Market Lead hilft, haben wir vereinbart, wenn ich Sie schon vor die Kamera zerren,
0:46 SPEAKER_00: dann darf sie mir einmal eine Frage stellen, die sie
0:49 SPEAKER_00: möchte.
0:50 Deutschland im KI-Diskurs: Verlieren wir den Anschluss?
0:51 SPEAKER_00: Insofern
0:51 SPEAKER_00: ich heute im Kreuzverhör.
0:54 SPEAKER_01: Wir starten direkt rein.
0:56 SPEAKER_01: Was würdest Du sagen, Benjamin, wo ist Deutschland im KI Diskurs?
1:01 SPEAKER_01: Langsam.
1:04 SPEAKER_00: Wo nicht? Nein,
1:06 SPEAKER_00: wir haben wir haben das öfter mal diskutiert.
1:11 SPEAKER_00: Ich auch schon in anderen in anderen Formaten hier gehabt. Ich glaube, dass wir wirklich
1:16 SPEAKER_00: zusehen müssen, nicht nur in Deutschland, auch generell in Europa, hier den Anschluss nicht zu verlieren beziehungsweise wir müssen zusehen, ihn wieder zu bekommen, weil ich meine, wir haben ihn schon von one.
1:25 SPEAKER_00: Ich glaube, wir haben hier noch nicht verstanden,
1:27 SPEAKER_00: was grade im Gange ist. Ich red nicht von denjenigen, die hier grad zuschauen oder zuhören. Ich glaube, wir haben das schon,
1:34 SPEAKER_00: sondern generell in der Gesellschaft, in der Politik.
1:37 SPEAKER_00: Ich glaub, wir haben hier die größte
1:39 SPEAKER_00: Revolution
1:40 SPEAKER_00: industrielle Natur, die wir erlebt haben, wahrscheinlich schon größer als das, was wir, keine Ahnung, in den Achtzehnhundertsechzigern
1:46 SPEAKER_00: oder so hatten. Also eine noch mal schnellere Revolution als die industrielle.
1:51 SPEAKER_00: Und
1:53 SPEAKER_00: ich hab nicht das Gefühl, dass es hier auf der Agenda der Politik ganz oben ist. Ich hab nicht das Gefühl, dass wir ein Anspruch haben,
1:59 SPEAKER_00: führend sein zu wollen.
2:01 SPEAKER_00: Und ich sehe auch nicht, wie hier schnelle Entscheidungen getroffen werden. Natürlich, es gibt ein paar Chipfabriken, die die EU geplant hat.
2:09 SPEAKER_00: Viele reden von KI, aber letztlich setzen wir entweder amerikanische
2:13 SPEAKER_00: oder chinesische Modelle ein. Aber wir haben als Europa grade keinen Führungsanspruch.
2:18 SPEAKER_01: Jetzt hast Du schon
2:20 SPEAKER_01: amerikanisch und chinesisch gesagt. Sind das deiner Meinung nach auch die Länder, die's besser machen als Deutschland?
2:27 SPEAKER_00: Ja, also es die Frage ist, was ist besser?
2:30 SPEAKER_00: Ich glaube,
2:32 SPEAKER_00: wenn man mal davon ausgeht, dass wir
2:34 SPEAKER_00: eine industrielle Revolution 2 Punkt 0
2:38 SPEAKER_00: oder eine komplett neue, eine Neuerfindung der Industrie haben,
2:42 SPEAKER_00: sowohl für die Wissensarbeit als auch später für für das, was Manufacturing genannt wird, also alles, was was irgendwie gebaut wird über Robotik.
2:50 SPEAKER_00: Wenn das so sein sollte,
2:52 SPEAKER_00: wovon ich ausgehe,
2:55 SPEAKER_00: dann haben wir grad nicht das, dann tun wir nicht das, was wir tun müssten. Ja, wenn wir uns anschauen,
2:58 KI ist Hardware: Nvidia & die neue industrielle Revolution
2:59 SPEAKER_00: was ist KI eigentlich? KI ist eben nicht nur Software,
3:03 SPEAKER_00: ja. KI
3:04 SPEAKER_00: braucht
3:05 SPEAKER_00: physische Factories,
3:07 SPEAKER_00: ja. Jens Zhen Wang, der CEO von NVIDIA nennt das auch immer so schön AI Factories. Was sind AI Factories?
3:12 SPEAKER_00: Das sind diese großen Datenzentren, von denen wir schon viel gesprochen haben und wo die führenden Unternehmen in den USA grade Milliarden und Abermilliarden
3:21 SPEAKER_00: auf Jahresebene investieren. Wir reden ja also dieses Jahr von etwa 400000000000,
3:25 SPEAKER_00: die von privaten Unternehmen nur in diese Datenzentren investiert werden.
3:29 SPEAKER_00: Und die wiederum,
3:31 SPEAKER_00: ja,
3:32 SPEAKER_00: die benötigen Chips,
3:34 SPEAKER_00: die benötigen Supercomputer,
3:36 SPEAKER_00: die benötigen
3:38 SPEAKER_00: halt diese diese Datencenter.
3:41 SPEAKER_00: Und alle 3 Kategorien gibt es in Europa kaum. Klar, wir haben ein holländisches Unternehmen,
3:47 SPEAKER_00: die sozusagen
3:48 SPEAKER_00: die Chipfabriken ausrüsten.
3:51 SPEAKER_00: Aber wir haben sehr wenig Chipfabriken in Europa. Wir bauen also unsere eigenen Chips nicht.
3:56 SPEAKER_00: Wir haben sehr wenig Supercomputer, die hier hergestellt werden, also all das, was was neben den Chips gebraucht wird und wir haben eben auch nicht die großen Datenzentren,
4:05 SPEAKER_00: die es benötigt.
4:06 SPEAKER_00: Da fängt grade die Investition die Investition erst an, aber wir sind lange nicht da, wo die USA sind.
4:12 SPEAKER_00: Die Chinesen gehen ein bisschen anderen Weg. Die gehen nicht so in dieses harte Superskandieren rein, sondern die gucken sich ganz gezielt an,
4:18 SPEAKER_00: wo braucht es KI in der Fertigung? Wo braucht es KI, die Industrie auf ein neues Level zu bringen? Und auch da hab ich das Gefühl, sind wir nicht da, wo wir sein müssten.
4:29 SPEAKER_01: Okay,
4:30 SPEAKER_01: wären wir mal ein wenig kleinteiliger.
4:32 SPEAKER_01: Mhm. Runtergebrochen
4:33 SPEAKER_01: auf Unternehmen.
4:35 SPEAKER_01: Woran erkennt man denn deiner Meinung nach, dass ein Unternehmen
4:39 SPEAKER_01: fortschrittlich ist, KI wirklich verstanden hat, unabhängig von dem Einsatz von Tools?
4:46 SPEAKER_00: Jetzt sind wir eine auf' ganz anderen Ebene. Ich glaub, ich würd noch mal einen Schritt zurückgehen
4:50 SPEAKER_00: und dieses Thema noch mal stärker machen, weil ich wirklich glaube,
4:54 SPEAKER_00: wir letztlich als Bürgerinnen und Bürger müssen uns ja einsetzen,
4:58 SPEAKER_00: ja? Also wir kommen gar nicht erst dahin, dass Unternehmen sich neu erfinden,
5:02 SPEAKER_00: wenn wir keinen Zugriff auf diese Themen haben. Ja, wie was wir grad sehen, wir sehen eine massive Eskalation
5:09 SPEAKER_00: der politischen,
5:10 SPEAKER_00: wie soll man sagen, Stimmung, der Gemengelage gegenüber den USA.
5:14 SPEAKER_00: Können wir sagen, Europa ist ein riesiger Markt. Wir kaufen sehr viel
5:18 SPEAKER_00: an Dienstleistungen.
5:20 SPEAKER_00: Aber mal angenommen, wir wären davon abgeschnitten,
5:23 SPEAKER_00: dann hätten wir keine Antwort.
5:26 Die Energie-Krise: Woher kommt der Strom für die KI?
5:26 SPEAKER_00: Und wenn wir jetzt sagen würden, wir wollen eine eigene Antwort formulieren,
5:30 SPEAKER_00: dann brauchen wir deutlich mehr Energie.
5:33 SPEAKER_01: Was kann denn der einzelne Bürger machen,
5:36 SPEAKER_01: damit wir da hinkommen? Sich dessen bewusst sein. Mhm.
5:40 SPEAKER_00: Bei den
5:42 SPEAKER_00: Volksvertretern
5:42 SPEAKER_00: in Anführungszeichen,
5:44 SPEAKER_00: die in den politischen Institutionen sitzen, nachfragen,
5:48 SPEAKER_00: das Thema auf die Agenda bringen und vorantreiben.
5:51 SPEAKER_00: Also wir müssen schon, ich glaube, da da gilt auch die Verantwortung
5:55 SPEAKER_00: zu den Unternehmen, aber auch zu den Bürgern, das nach vorne zu bringen. Wir können nicht danebenstehen und zusehen,
6:00 SPEAKER_00: wie in anderen Teilen der Welt grade eine Revolution stattfindet.
6:05 SPEAKER_00: Und sie findet hier natürlich auch statt, aber eben nicht selbst gesteuert,
6:09 SPEAKER_00: sondern in hoher Abhängigkeit. In hoher Abhängigkeit von den USA
6:13 SPEAKER_00: und natürlich auch in hoher Abhängigkeit von China.
6:16 SPEAKER_00: Und das bringt uns in sone in sone Zangensituation
6:18 SPEAKER_00: und wir müssen uns Gedanken machen, wie schaffen wir es, mehr Energie hier zu haben? Wie schaffen wir es, die Energie zu verteilen? Ich mein, die Energie wär ja da. Ja, wie schaffen wir die die Netze dafür schnell auszubauen?
6:29 SPEAKER_00: Wie schaffen wir auch ein strategischen Zugriff auf Ressourcen?
6:32 SPEAKER_00: Das, was die Chinesen und was die Amerikaner jetzt
6:36 SPEAKER_00: machen
6:37 SPEAKER_00: und wo wir nur daneben stehen und staunen und nicht so richtig wissen, was wir tun sollen, außer
6:41 SPEAKER_00: 13 Bundeswehrsoldaten
6:43 SPEAKER_00: nach Grönland zu schicken. 15.
6:45 SPEAKER_00: Entschuldigung, 15. Und wir brauchen jetzt auch einfach einen einen klaren Anspruch, ja? Was ist unser Anspruch dabei?
6:52 SPEAKER_00: Und das geht wiederum auf die Unternehmen zurück. Wenn ich mir jetzt anschaue als Beispiel,
6:56 SPEAKER_00: Andreessen Horowitz,
6:58 SPEAKER_00: der größte
6:59 SPEAKER_00: Venture Capital Fonds der Welt, die haben grade 15000000000
7:03 SPEAKER_00: geraist auf Neudeutsch, also eingesammelt,
7:05 SPEAKER_00: Geld von Investoren eingesammelt, um's dann wieder auszuschütten, vor allen Dingen in KI Start ups. Die sagen, ja, wir wollen's vor allen Dingen an an amerikanische Firmen ausschütten, weil wir halt glauben, wir brauchen's in Amerika.
7:16 SPEAKER_00: Die Chinesen
7:18 SPEAKER_00: haben auch ganz klar ein Führungsanspruch, ja. Die packen das in ihre Fünfjahrespläne, kann man halten, was man will, aber irgendwie schafft es das umzusetzen.
7:24 SPEAKER_00: Und so auf der kleinen Ebene, Mercedes
7:28 SPEAKER_00: sagt jetzt bei der neuen S-Klasse,
7:30 SPEAKER_00: ja, also dieses Self Driving,
7:32 SPEAKER_00: wir machen das jetzt bei dem neuesten Modell, gehen wir noch mal ein Stück Schritt zurück. Das wird jetzt nicht
7:37 SPEAKER_00: das beste Self Driving haben, sondern ein bisschen schlechter ist irgendwie verkauft sich irgendwie nicht. Wo wo man sich denkt, Leute,
7:43 SPEAKER_00: wenn euer Anspruch ist, das Beste oder nichts, dann
7:47 SPEAKER_00: get it done.
7:48 SPEAKER_00: Ja, also wenn unser Anspruch so weit so sogar schon auf dieser Ebene zurückgeht,
7:53 SPEAKER_00: wo wollen wir da noch bleiben?
7:55 SPEAKER_00: Zurück zu deiner Frage, sorry für den kleinen Rent hier, aber das, wie ihr seht, beschäftigt mich das wirklich sehr, sehr stark. Ich glaub, als Unternehmen
8:03 SPEAKER_00: ist das Wichtige eben nicht nur zu sagen, wir möchten, was wir in Deutschland sehr, sehr gut können,
8:08 SPEAKER_00: unsere bestehenden Prozesse verbessern
8:11 SPEAKER_00: und ein Zehntel oder ein Tausendstel oder Hunderttausendstel besser machen,
8:15 SPEAKER_00: sondern tatsächlich
8:17 SPEAKER_00: alle Prozesse, so wie sie heute dastehen, infrage stellen und überlegen,
8:21 SPEAKER_00: was wäre der Prozess, wenn die KI im Mittelpunkt stünde?
8:26 SPEAKER_00: Mhm.
8:28 SPEAKER_01: Und somit auch wieder Fokus auf Outcome statt Output,
8:32 SPEAKER_01: richtig?
8:34 SPEAKER_00: Das hatten wir im letzten Jahr schon mal, im letzten Jahr. Da hatten wir's auch oft. Ich meine Ganz immer wieder. Ich meine, in der letzten Episode.
8:45 SPEAKER_00: Ich hab dieses Outcome und Output ist ein schönes Beispiel.
8:49 SPEAKER_00: Ich finde es auch ganz spannend zu überlegen, Jensen Huang wieder Gründer,
8:53 SPEAKER_00: CEO von NVIDIA. NVIDIA ist diese riesige
8:57 SPEAKER_00: Chipfirma,
8:58 SPEAKER_00: die die ihr wahrscheinlich alle aus eurem Aktienportfolio kennt. Wünsch es euch jedenfalls.
9:04 SPEAKER_00: Der hat in dem Podcast vor Kurzem im No Priores Podcast das so schön diese Unterscheidung getroffen zwischen
9:10 SPEAKER_00: Task und Purpose.
9:13 SPEAKER_00: Mhm. Ja, sone zwischen der zwischen der Aufgabe, die ich habe und' größeren Sinn und Zweck, den ich mit dieser Aufgabe
9:21 SPEAKER_00: Erfülle? Erfülle, ganz genau. Und wenn die Aufgabe weg ist, ist der Sinn und Zweck noch nicht weg.
9:27 SPEAKER_00: Und ich kann KI nutzen, diese Aufgaben zu erledigen,
9:31 SPEAKER_00: aber dennoch brauch ich den Sinn und Zweck dahinter. Und wenn ich jetzt unterscheide zwischen Outcome
9:35 SPEAKER_00: und Output,
9:37 SPEAKER_00: dann möcht ich nicht, dass weder die KI noch die Mitarbeiter einfach nur
9:41 SPEAKER_00: irgendwas machen, um's zu machen,
9:44 SPEAKER_00: sondern ich möchte, dass es da dass es da irgendeinen
9:46 SPEAKER_00: wieder
9:48 SPEAKER_00: Denglisch Impact,
9:49 SPEAKER_00: irgendeinen Einfluss gibt, irgendwas, was sich hoffentlich im Positiven verändert.
9:54 SPEAKER_01: Okay.
9:55 Optimismus vs. Realismus: Europas Rolle im Weltmarkt
9:56 SPEAKER_01: Man merkt ja an deinen Ausflügen schon, dass da Emotionen
10:00 SPEAKER_01: mit diesem Gebiet zusammenhängen.
10:04 SPEAKER_01: Glaubst Du, dein AI Optimismus ist manchmal auch ein wenig naiv?
10:10 SPEAKER_00: Ja, jetzt bin ich bin ich ja grade eher so AI pessimistisch, was
10:13 SPEAKER_00: was Europa angeht. Mhm. Und da meine ich nicht naiv zu sein. Ich lass mich natürlich 1 Besseren belehren und
10:21 SPEAKER_00: bin vielleicht aufm falschen aufm falschen Gleis unterwegs. Wir werden's in ein paar Jahren sehen, aber wenn es Ihnen denn so wäre, dann wär's für uns wirklich fatal.
10:28 SPEAKER_00: Weil ich glaube, das ist ein riesiger Wohlstandsverlust, der
10:31 SPEAKER_00: der mit der damit einhergeht.
10:34 SPEAKER_00: Ja, stellt euch vor oder ich stell mir manchmal vor, man sitzt irgendwie achtzehnhundertvierzig
10:38 SPEAKER_00: irgendwo rum und sieht grade, wie in Manchester irgendwie Fabriken entstehen
10:43 SPEAKER_00: und guckt halt dabei zu.
10:46 SPEAKER_00: Und ja, da war grad am Anfang auch viel Leid und und Kinderausbeutung
10:50 SPEAKER_00: und und Umweltverschmutzung und was weiß ich damit verbunden, aber halt auch ein riesiger
10:55 SPEAKER_00: Zuwachs an
10:57 SPEAKER_00: an Wohlstand,
10:58 SPEAKER_00: ja. Und wenn wir keine Industrialisierung in Europa gehabt hätten, dann wären wir halt nicht Europa geworden,
11:04 SPEAKER_00: so wie wir's heute kennen.
11:05 SPEAKER_00: Und deswegen ist das für mich son Thema,
11:08 SPEAKER_00: weil ich glaube, das steht uns bevor, wenn wir nicht schnell was ändern.
11:11 SPEAKER_01: Dann bist Du ja aber eher pessimistisch gegenüber
11:14 SPEAKER_01: Europa und nicht gegenüber AI, richtig?
11:18 SPEAKER_00: Ich wünsche mir, optimistisch zu sein gegenüber Europa.
11:21 SPEAKER_00: Ich möchte so leben, wie wir leben. Ich möchte
11:24 SPEAKER_00: die Werte haben, die wir haben. Ich glaube, Europa ist ein großartiger Kontinent, zu leben. Wir haben eine hohe Lebensqualität, aber wir können sie halt nur erhalten,
11:31 SPEAKER_00: wenn wir wirtschaftlich dranbleiben.
11:35 SPEAKER_00: Und wo bin ich optimistisch?
11:38 SPEAKER_00: Na ja, ich sehe, was innerhalb von 3, 4 Jahren auf einmal möglich ist. Ich sehe, was innerhalb von 3, 4 Wochen sich verändert. Ja, ich... Jetzt grade im letzten Mal auch drüber gesprochen,
11:49 SPEAKER_00: ich hab ein bisschen rumexperimentiert
11:51 SPEAKER_00: in den letzten beiden Wochen mit Claude Co Work und
11:54 SPEAKER_00: mir flattern die Ohren, was da auf einmal möglich ist. Und das das ist großartig, ja, weil einfach Arbeit
12:01 SPEAKER_00: viel mehr Spaß macht
12:02 SPEAKER_00: und viele von diesen Aufgaben, von denen wir grade geredet haben, eben nicht mehr da sind, der Sinn aber natürlich auch da ist. Mhm. Insofern bin ich schon optimistisch,
12:10 SPEAKER_00: was das bringen kann,
12:13 SPEAKER_00: wenn es denn richtig eingesetzt wird.
12:15 SPEAKER_00: Also wenn wir jetzt nur irgendwelche riesigen Chipfabriken und Data Center bauen, uns alle gegenseitig
12:21 SPEAKER_00: KI generierte Nacktbilder zu generieren mit mit Grog und und rumzuschicken oder wenn wir alle in unseren gleichen
12:27 SPEAKER_00: in im eigenen Tunnel sind und nur
12:30 SPEAKER_00: wie in der Matrix
12:32 SPEAKER_00: in KI generierten Spielen hängen,
12:34 SPEAKER_00: weiß ich nicht, ob das auch
12:37 SPEAKER_00: optimistisch ist, wenn wir aber gleichzeitig
12:39 SPEAKER_00: in der Lage sind,
12:41 SPEAKER_00: mit KI
12:42 SPEAKER_00: Krankheiten zu heilen, die wir heute nicht heilen können. Mhm. Wenn wir in der Lage sind,
12:47 SPEAKER_00: mehr Wohlstand zu schaffen, den wir dann hoffentlich auch
12:51 SPEAKER_00: irgendwie verteilen,
12:52 SPEAKER_00: wenn wir also das Wohlstandsniveau der ganzen Menschheit geben, wenn wir in der Lage sind, uns Dingen zu widmen, die wir denen wir uns gar nicht widmen konnten, weil wir mit irgendwelchen
13:00 SPEAKER_00: mondänen,
13:02 SPEAKER_00: nicht mondänen,
13:03 SPEAKER_00: whatever,
13:04 SPEAKER_00: einfachen, langweiligen,
13:07 SPEAKER_00: einschlafenden Aufgaben
13:09 SPEAKER_00: beschäftigt sind.
13:10 SPEAKER_00: Du bist selbstständig und willst mit KI und digitalen Tools nicht den Abschluss verlieren? Dann schau mal bei thekey Academy vorbei. Unsere Onlinelehrgänge mit IHK Zertifikat
13:20 SPEAKER_00: sind verständlich, flexibel
13:21 SPEAKER_00: und bringen dich wirklich weiter, auch ohne Vorwissen. KI Punkt Academy, lernen, das zu deinem Alltag passt.
13:28 Deepfakes & Desinformation: Die Schattenseiten
13:28 SPEAKER_01: Du hast eben ein paar schöne Beispiele
13:30 SPEAKER_01: aufgezählt.
13:31 SPEAKER_01: Gibt's deiner Meinung nach auch Bereiche, in denen man KI
13:34 SPEAKER_01: vorsichtig verwenden sollte?
13:37 SPEAKER_00: Nee.
13:40 SPEAKER_01: Lass mal so stehen. Also
13:43 SPEAKER_00: sagen wir so, natürlich muss
13:45 SPEAKER_00: muss das vorsichtig verwendet werden.
13:48 SPEAKER_00: Ich mir fällt aber jetzt wirklich kein
13:51 SPEAKER_00: Bereich ein, wo ich sagen würde, dort darf dort macht es keinen Sinn, KI zu verwenden. Also wenn wir's mal durchgehen,
13:58 SPEAKER_00: ich glaube,
13:59 SPEAKER_00: heute wird KI schon
14:01 SPEAKER_00: massiv verwendet
14:03 SPEAKER_00: in Verteidigung, auch in Angriff. Wenn wir in die Ukraine schauen, was da in den letzten 2 Jahren passiert ist mit dem ganzen Drohnenkampf,
14:10 SPEAKER_00: da ist da spielt KI schon eine große Rolle. Mhm. Das wird da auch nicht mehr weggehen.
14:15 SPEAKER_00: Ob man das jetzt gut findet oder schlecht findet,
14:18 SPEAKER_00: sei dahingestellt. Aber ich glaub, son bisschen wie Zahnpasta, die aus der Tube ist, die kriegst Du nicht mehr zurück.
14:23 SPEAKER_00: Ich glaub, im Thema Bildung,
14:25 SPEAKER_00: ja, unser Thema
14:27 SPEAKER_00: ermöglicht das ganz, ganz neue,
14:29 SPEAKER_00: ja, Möglichkeiten, die's einfach bisher nicht gab. Ja, stell dir vor, jedes Kind, jeder Mensch hat einen personalisierten Tutor oder eine personalisierte Tutorin. Das ist mit KI möglich.
14:39 SPEAKER_00: Klar, das ganze Thema Arbeit,
14:41 SPEAKER_00: auch im Entertainment, ja, kann ich mit KI natürlich viel schaffen. Ich glaub, es wird dann schwierig,
14:47 SPEAKER_00: wenn
14:48 SPEAKER_00: in Anführungszeichen
14:50 SPEAKER_00: KI Freundschaften
14:52 SPEAKER_00: oder Beziehungen, echte Beziehungen ersetzen. Das find ich immer ein bisschen scary. Gibt's ja auch etliche Filme,
14:58 SPEAKER_00: Dystopien,
14:59 SPEAKER_00: Utopien.
15:00 SPEAKER_00: Da find ich's grenzwertig.
15:02 SPEAKER_00: Werden wir uns davon freimachen können?
15:05 SPEAKER_00: Vermutlich nicht.
15:07 SPEAKER_01: Es wird zumindest gefährlich in den Bereichen. Wir haben aber auch mal über den Bereich
15:11 SPEAKER_01: Informationsbeschaffung
15:13 SPEAKER_01: gesprochen.
15:14 SPEAKER_01: Das ist auch eher 1,
15:16 SPEAKER_01: in dem man KI mit Vorsicht genießen sollte, oder?
15:20 SPEAKER_00: Ja, auch da geht's ja nicht weg. Also, ne, schau dir die Aktiencodes von von beispielsweise von Palantir an. US Unternehmen
15:27 SPEAKER_00: bauen im Prinzip Software
15:29 SPEAKER_00: mithilfe von KI, Menschen zu finden,
15:31 SPEAKER_00: Menschen zu überwachen.
15:33 SPEAKER_00: Wenn
15:35 SPEAKER_00: damit terroristische Anschläge verhindert werden, sind wir da, glaub ich, alle ganz happy mit, wenn es sich auf einmal auf Individuen
15:42 SPEAKER_00: runterbricht und weiß ich nicht, die die Stapo oder die Stasi das gehabt hätte. Ich hätt hätten das, glaub ich, ganz gut gefunden.
15:49 SPEAKER_00: Also
15:50 SPEAKER_00: ich glaub, die Institutionen,
15:53 SPEAKER_00: die wir in in
15:54 SPEAKER_00: in funktionierenden Demokratien haben,
15:58 SPEAKER_00: in Anführungszeichen,
15:59 SPEAKER_00: Checks and Balances,
16:01 SPEAKER_00: das sind Dinge, die wir, glaub ich, uns die wir stärken müssen und die wir die die wir bewahren müssen,
16:07 SPEAKER_00: uns vor zu krassen Auswüchsen zu schützen. Und da ist dann auch mal die Frage, ja,
16:13 SPEAKER_00: wie schnell liegt die Entwicklung und und was kann man auch zurückhalten?
16:17 SPEAKER_01: Okay. Gilt also letztendlich für jeden Bereich Potenzial
16:20 SPEAKER_01: und Gefahr?
16:22 SPEAKER_01: Geben sich die Hand.
16:24 SPEAKER_00: Ja, wobei ich natürlich als Optimist eher die Potenziale sehe. Rate, was ich eher sehe.
16:30 SPEAKER_00: Was ist denn die größte Gefahr, die Du siehst? Bin ich gespannt.
16:33 SPEAKER_01: Na ja, beispielsweise bei
16:36 SPEAKER_01: Informationen,
16:37 SPEAKER_01: da haben wir uns auch schon mal drüber unterhalten.
16:40 SPEAKER_01: Es birgt son bisschen die Gefahr auf der einen Seite, dass Falschinformationen
16:46 SPEAKER_01: verbreitet werden. Mhm. Ich mein, wenn ich jetzt an Deep Fakes beispielsweise denke,
16:50 SPEAKER_01: KI
16:51 SPEAKER_01: wird einfach immer
16:53 SPEAKER_01: realistischer und Ja, Entschuldigung. Menschen
16:56 SPEAKER_01: fallen schnell drauf rein. Ja.
16:59 SPEAKER_01: Und
17:00 SPEAKER_01: es besteht natürlich das Risiko, dass so,
17:04 SPEAKER_01: ja, ein gemeinsamer
17:06 SPEAKER_01: Grundstock verloren geht, haben wir uns auch schon mal drüber unterhalten, wenn zu viel personalisiert
17:10 SPEAKER_01: wird.
17:11 SPEAKER_00: Ja, Du hast halt, das stimmt, Du hast halt keine
17:15 SPEAKER_00: keine Basis mehr, die gleich ist. Also wenn Du, übertreib mal ein bisschen, wenn jetzt, keine Ahnung, als ich in der Schule war und Wetten, dass lief, Mhm. Dann hast Du dich auf der Schule über Wetten, dass unterhalten, weil halt Wetten, dass lief und alle haben's geguckt. Ja.
17:29 SPEAKER_00: Oder es gab eine News im Fernsehen, in der Tagesschau oder in den Tages sthemen und die war halt so, wie sie da beschrieben wurde.
17:36 SPEAKER_00: Und alle hatten so ungefähr das Gleiche und dann konnte man von diesem Grundstock aus dann seine Meinung bilden.
17:41 SPEAKER_00: Richtig. Na, wenn Du heut natürlich dahingehst, dass jede Person
17:44 SPEAKER_00: auf ihren Feed individuell
17:47 SPEAKER_00: sone eigene Realität bekommt,
17:51 SPEAKER_00: dann kannst Du über gar nichts Geteiltes mehr sprechen.
17:54 SPEAKER_00: Ja. Und das fängt langsam schon an, hab ich das Gefühl.
17:58 SPEAKER_00: Und spielt dem natürlich auch in die Hände, dass viele Menschen jetzt den klassischen Medien in Anführungszeichen misstrauen
18:04 SPEAKER_00: und tun halt wirklich absurde Dinge bekommst.
18:07 SPEAKER_00: Ja, definitiv. Und ich vermute, da werden wir noch ein bisschen mehr sehen jetzt grade, wenn wir jetzt in in diesem Jahr in in einige Landtagswahlen gehen.
18:16 SPEAKER_00: Aber wie man das bekämpfen kann,
18:18 SPEAKER_00: ist mir auch ein Rätsel. Vielleicht, dass dass man zumindest mal
18:22 SPEAKER_00: kennzeichnet, was KI generiert ist.
18:25 SPEAKER_00: Das ist ja schon Pflicht in sozialen Medien. Ja, weiß nicht, ob das so oft drauf passiert. Ich
18:32 SPEAKER_01: weiß auch nicht, ob Menschen das deswegen trotzdem verstehen.
18:35 SPEAKER_01: Ja.
18:36 SPEAKER_00: Na, tut, ich glaub, ich vermute, das ist schon eine größeren Gefahren,
18:40 SPEAKER_00: die ich ganz konkret sehe, auch unabhängig von irgendwelchen Szenarien, wo KI auf einmal ein Bewusstsein bekommt und sich gegen Menschen auf
18:48 SPEAKER_00: aufstellt.
18:49 SPEAKER_00: Das ist dann aber eine ganz andere Diskussion. Aber dieses,
18:52 SPEAKER_00: in welche Filterblasen begeben wir uns?
18:55 SPEAKER_00: Mit welchen Informationen
18:57 SPEAKER_00: oder
18:58 SPEAKER_00: mit welchen Schnipseln,
19:01 SPEAKER_00: die ich noch nicht mehr Informationen nennen würde,
19:03 SPEAKER_00: umgeben wir uns? Das ist schon ein Thema.
19:08 Benjamins Tech-Stack: Coding mit KI (Cursor & Co.)
19:08 SPEAKER_00: Ja. Wissen.
19:09 SPEAKER_01: Kommen wir mal zu dir persönlich.
19:12 SPEAKER_01: Wie viel Zeit verbringst Du denn so mit KI in der Woche?
19:19 SPEAKER_00: Das hab ich letztens mich auch gefragt.
19:21 SPEAKER_00: Und zwar in dem ganzen in dem ganzen Kontext Bubble. Sind wir in 1 KI Bubble? Ja, man sieht irgendwie die großen KI Unternehmen haben
19:29 SPEAKER_00: innerhalb von Monaten verdoppeln sie ihre Bewertungen.
19:32 SPEAKER_00: Es gibt wahnsinnige Milliardenbeträge,
19:34 SPEAKER_00: die da an an Finanzierung reinfließen.
19:37 SPEAKER_00: Man fragt sich, wer soll das überhaupt alles noch finanzieren? Sind wir in soner Bubble?
19:41 SPEAKER_00: Und wenn wir jetzt noch im Jahr 20 23 werden und es vor allen Dingen darum geht, die Modelle zu trainieren,
19:48 SPEAKER_00: dann würd ich denken, hm.
19:50 SPEAKER_00: Jetzt geht aber ein Großteil der Rechenkapazität in sogenannte Inferenz. Was ist Inferenz? Das ist die Rechenkapazität,
19:56 SPEAKER_00: die ich benötige, beispielsweise eine Anfrage in ChatGPT zu beantworten.
20:02 SPEAKER_00: Und wenn ich das mal von mir auf andere schließe, immer ganz großartig, n gleich 1, für alle gleich,
20:08 SPEAKER_00: dann sehe ich, dass sich meine Inferenz
20:11 SPEAKER_00: sicherlich auf' exponentiellen Kurve befindet. Das heißt, ich bin jetzt nicht mehr
20:16 SPEAKER_00: da und logg mich einmal am Tag in ChatGPT ein und stell irgendwie, gib mir mal ein Rezept für zum Nudeln kochen.
20:23 SPEAKER_01: Die
20:24 SPEAKER_00: Zeiten gab's auch mal. Ja, ich hoffe nicht für Nudeln kochen, aber okay. Sondern bei mir laufen eigentlich parallel
20:32 SPEAKER_00: für die Großteil der Zeit des Arbeitstages
20:35 SPEAKER_00: verschiedene KIs.
20:37 SPEAKER_00: Ja, was meine ich damit? Ich hab vielleicht ein Co in Co Lab laufen, das ist sone Entwicklungsumgebung,
20:43 SPEAKER_00: wo ich Datenanalysen
20:45 SPEAKER_00: fahre. Ich hab gleichzeitig meinen meinen Claude laufen, wo ich
20:50 SPEAKER_00: auch irgendwas mache. Dann läuft vielleicht eine Marktbeobachtung
20:53 SPEAKER_00: in ChatGPT
20:56 SPEAKER_00: parallel und ich mach noch ein bisschen Vibe Coding, wo
20:59 SPEAKER_00: ich sowohl KI nutze, zu coden
21:01 SPEAKER_00: in Anführungszeichen als auch
21:03 SPEAKER_00: mit mit KI Schnittstellen alles Mögliche dann in in dieser App mache. Also ich vermute, dass die Anzahl die die die Zeit,
21:11 SPEAKER_00: wenn ich's jetzt aufaddieren würde,
21:14 SPEAKER_00: schon meine Arbeitszeit überschreitet.
21:16 SPEAKER_00: Wobei ich halt dann parallele Sachen gleichzeitig hab, da hab ich aber auch eine Macke. Also ich schaff's regelmäßig, meinen meinen Mac an die an seine Grenze zu bringen, da ich das ja einfach zu viele Browser Tabs offen hab. Weiß nicht, wem das sonst so geht.
21:30 SPEAKER_00: Mir ist das noch nicht so oft passiert. Wie ist das bei dir? Wie bist bei dir die Nutzung nach oben geschnellt?
21:35 SPEAKER_01: Ich würde sagen, im letzten halben Jahr deutlich
21:39 SPEAKER_01: auf jeden Fall. Ich
21:41 SPEAKER_01: hab auch einige Sachen einfach im Hintergrund laufen, deswegen würd ich nicht sagen, dass ich die aktive Nutzung
21:48 SPEAKER_01: grade beurteilen kann, aber
21:51 SPEAKER_01: was im Hintergrund läuft,
21:53 SPEAKER_01: ich würd schon so sagen, 30 bis 40 Prozent vom Tag. Ja.
21:58 SPEAKER_00: Was ich spannend finde, mittlerweile spring ich teilweise zwischen zwischen den verschiedenen Dingern hin und her. Ja. Tippt dann da was ein, dann kommt da ein Ergebnis raus, das läuft noch, geh dann ins nächste Tab, ändere da was. Muss man ja teilweise auch, weil die Antwortzeiten
22:12 SPEAKER_01: eventuell mal etwas länger sind, je nachdem, was man grade macht mit der KI. Ja, ja. Und dann kann man ja wieder was anderes machen währenddessen. Ja, richtig. Da ist also dieses dieses Thema Inferenz,
22:20 SPEAKER_00: dass wir da auf' ner exponentiellen Kurve sind, seh ich. Und da
22:25 SPEAKER_00: vermute ich auch, dass viele
22:27 SPEAKER_00: Menschen, die
22:29 SPEAKER_00: Wissensarbeiter sind, aber auch viele andere,
22:32 SPEAKER_00: sehr schnell dahin kommen, dass sie einfach ein Großteil ihres Tages mit solchen Systemen verbringen werden. Ja. Ja, und
22:39 SPEAKER_00: was das dann für Rechenkapazität
22:40 SPEAKER_00: und dann für Energieverbrauch und auch für Ressourcenverbrauch
22:44 SPEAKER_00: aussagt,
22:45 Nachhaltigkeit: Verfeuern wir unsere Ressourcen?
22:45 SPEAKER_00: steht man auf' ganz anderen Blatt. Ich glaub, wir hätten vor vor 4 Jahren, vor 3 Jahren mal drüber gesprochen, dass wir unsere Energieverbrauch senken müssen.
22:52 SPEAKER_00: Ich glaub, diese Diskussion wird gar nicht mehr geführt. Und es wird eher geführt, wie wie können wir es schaffen, deutlich mehr Energie
23:00 SPEAKER_00: zu produzieren?
23:02 SPEAKER_00: Auch da, Jens Jenson Wang,
23:05 SPEAKER_00: CEO von NVIDIA,
23:07 SPEAKER_00: hatte vor Kurzem
23:08 SPEAKER_00: Donald Trump gedankt
23:10 SPEAKER_00: für seinen Drill, Baby Drill. Und er sagt, hey, ich nutze einfach alles, was wir haben, sei es jetzt Öl oder Gas, wir verfeuern alles, diese Energie
23:17 SPEAKER_00: herzustellen.
23:19 SPEAKER_00: Weiß nicht, wie in welches Loch wir uns da grade als Menschheit graben.
23:25 SPEAKER_01: Okay, jetzt kommt eine harte Frage. Ich weiß, es ist eine Albtraumvorstellung
23:28 SPEAKER_01: für dich, aber wenn KI morgen weg wäre,
23:32 SPEAKER_01: was würde dir fehlen?
23:39 SPEAKER_00: Ist eine gute Frage. Was würde mir fehlen? Also glücklicherweise würde mir dann kein Gesprächspartner oder Gesprächspartnerin
23:44 SPEAKER_00: fehlen, weil diese Beziehung hab ich jetzt zur KI nicht. Das ist gut.
23:49 SPEAKER_00: Also ich glaub, ich würde einfach deutlich langsamer arbeiten und weniger schaffen.
23:54 SPEAKER_00: Ist aber auch mal spannend, das so auszuprobieren, ne? Vielleicht gibt's ja sone Art wie Passana. Mhm. Ja, son sone Schweigewoche
24:01 SPEAKER_00: ganz ohne KI.
24:03 SPEAKER_00: Kann ich mir grad nicht vorstellen.
24:05 SPEAKER_00: Aber mir würde wahrscheinlich fehlen, dass ich Ideen, die ich selber habe, auch sofort umsetzen kann. Mhm.
24:12 SPEAKER_00: Weil mir vielleicht teilweise Skills fehlen, sie sonst umzusetzen.
24:15 SPEAKER_00: Ich glaub, das wäre so das das Größte.
24:18 SPEAKER_01: Das heißt, schon auch ein Gewohnheitsding, oder?
24:21 SPEAKER_00: Ja, ist ein totales Gewohnheitsding. Ja, das das fängt an von morgens zu fragen, hey Siri,
24:26 SPEAKER_00: wie ist ein das Wetter? Mhm.
24:28 SPEAKER_00: Was ja auch schon ein Song von KI ist, ja?
24:31 SPEAKER_00: Über
24:32 SPEAKER_00: ich sitze an meinem Rechner und tipp halt nichts, sondern quatsch da rein und irgendeiner KI
24:37 SPEAKER_00: formt dann diese Worte in in Sätze und packt sie in die App.
24:42 SPEAKER_02: Die neue KI Verordnung ist mehr als eine Pflicht. Sie ist deine Chancen. Ja, die Kompetenzschulung nach Artikel 4 ist wichtig für deine Rechtssicherheit
24:50 SPEAKER_02: bei der Nutzung von KI Tools im Job. Unsere von Rechtsanwälten mitentwickelte Schulung auf SnipKI d e zeigt dir aber auch, wie KI zu deiner wird.
24:58 SPEAKER_02: wird. Ernähre die Grundlagen, agiere sicher und entdecke neue Möglichkeiten.
25:03 SPEAKER_02: Jetzt starten auf SnipKI Punkt d e.
25:06 SPEAKER_00: Was würd ich empfehlen?
25:09 SPEAKER_00: Geschwindigkeit.
25:10 SPEAKER_01: Ja.
25:11 SPEAKER_01: Das ist wahrscheinlich...
25:13 SPEAKER_01: Das würde mir am meisten auffallen.
25:15 SPEAKER_01: Ich würde wieder deutlich langsamer arbeiten. Und natürlich auch jetzt, nachdem man diesen Luxus mal erlebt hat, dass Dinge wirklich
25:24 SPEAKER_01: operativ ausgelagert werden können an eine KI.
25:27 SPEAKER_01: Auch das würde mir stark auffallen, dass ich diese operativen Tätigkeiten plötzlich wieder selbst erledigen muss.
25:34 SPEAKER_00: Ich frag mich halt, ich hab letztens eine
25:36 SPEAKER_00: auf TikTok gibt's ein ganz guten Creator, der heißt Nate Be Jones, pack ich euch in die Shownotes, cooler Typ kann man echt folgen.
25:42 SPEAKER_00: Der hat
25:43 SPEAKER_00: eine kurze Story gehabt, wie man so sein zweites Hirn aufbauen kann mit KI.
25:48 SPEAKER_00: Das fand ich natürlich super, weil ich dazu neige, viel zu vergessen,
25:52 SPEAKER_00: meine Handschuhe überall liegen zu lassen, meine Schlüssel nicht zu finden. Na ja, Du kennst das Spiel.
25:57 SPEAKER_00: Gleichzeitig ist das natürlich dann auch gefährlich, ne. Also wenn Du sozusagen einen Teil deines Hirns an KI
26:04 SPEAKER_00: auslagerst, was
26:05 SPEAKER_00: was passiert's, wenn's nicht mehr da ist? Ja. Ja. Könnte was verloren gehen.
26:09 SPEAKER_00: Bisschen wie Elektrizität. Was machen wir ohne ohne unser Handy mittlerweile?
26:16 SPEAKER_01: Ohne unser Handy kaum noch vorstellbar. Ja.
26:19 SPEAKER_01: Du hast ja jetzt schon einiges umgesetzt und gebaut.
26:22 SPEAKER_01: Was war dein bestes KI Projekt bisher?
26:26 SPEAKER_00: Mein bestes KI Projekt?
26:30 SPEAKER_00: Haben wir eine ganze Episode zu gemacht. Ich glaub, dieses Thema Vibe Coding.
26:33 SPEAKER_00: Ich weiß nicht, ob das das ist mit dem den größten
26:38 SPEAKER_00: Impact in Anführungszeichen,
26:39 SPEAKER_00: aber ist das, was mir am meisten Spaß gemacht hat, weil ich das Gefühl hatte,
26:43 SPEAKER_00: da bin ich sehr selbstwirksam.
26:45 SPEAKER_00: Mhm. Und was wir vorhin schon sagten, dann mein ich konnte da meine Ideen
26:49 SPEAKER_00: umsetzen
26:51 SPEAKER_00: und hab auch gesehen, wie andere Menschen das hilfreich fanden.
26:55 SPEAKER_00: Das ist son bisschen,
26:57 SPEAKER_00: was ich am schönsten fand.
27:00 SPEAKER_01: Okay, wenn
27:01 Produktivität vs. Spielerei: Wann KI wirklich hilft
27:02 SPEAKER_01: Wirkung der Maßstab ist,
27:05 SPEAKER_01: woran merkst Du, dass Du grade KI nutzt, weil es Spaß macht, wie Du grade gesagt hast?
27:10 SPEAKER_01: Statt dass es vielleicht wirklich notwendig ist?
27:13 SPEAKER_00: Das ist eine hervorragende Frage.
27:16 SPEAKER_00: Und ich muss mich da selber immer wieder
27:19 SPEAKER_00: maßregeln,
27:20 SPEAKER_00: kann man eigentlich sagen. Weil wenn auf einmal alles möglich ist,
27:24 SPEAKER_00: mir geht's so, dann mach ich halt auch teilweise Dinge, die eigentlich Quatsch sind. Ja, also so so
27:29 SPEAKER_00: irgendwelche Features entwickeln in in Applikationen,
27:33 SPEAKER_00: die ich halt dann baue, weil ich Spaß dran habe.
27:36 SPEAKER_00: Schönes Beispiel, son internes Tool.
27:39 SPEAKER_00: Da kann man jetzt die Sprachsteuerung nutzen und sagen, ich würd gern das und das machen, ja?
27:44 SPEAKER_00: Ist das jetzt besonders nötig? Weiß nicht.
27:47 SPEAKER_00: Hat's mir großen Spaß gemacht, das zu bauen? Ja.
27:51 SPEAKER_00: Also da kommt dann vielleicht son bisschen erst das Spielkind raus und
27:56 SPEAKER_00: ab und zu rausgezoomt
27:58 SPEAKER_00: werden oder von seinen Kolleginnen und Kollegen darauf hingewiesen werden, dass es ja vielleicht nicht die höchste Priorität hat. Hilft da. Ach echt? Schau ich dich ganz konzentriert
28:07 SPEAKER_01: an. Na da spielen wahrscheinlich aber auch eigene Interessen rein, weil wenn eine Person supergerne
28:13 SPEAKER_01: speech to text
28:14 SPEAKER_01: verwendet,
28:16 SPEAKER_01: dann macht's natürlich auch Spaß, son Feature
28:18 SPEAKER_00: zu entwickeln, ne. Ja, das ist richtig, ja.
28:22 SPEAKER_01: Gibt es denn
28:23 SPEAKER_01: Bereiche
28:25 SPEAKER_01: bei dir in deiner Arbeit,
28:28 SPEAKER_01: bei denen Du bewusst keine KI einsetzt?
28:33 SPEAKER_00: Ja, ich würde nutze also ich setze keine KI da ein, wenn ich beispielsweise mit sehr sensiblen Daten umgehe.
28:41 SPEAKER_00: Wenn ich also nicht einschätzen kann, geht das, wohin geht das? Das ist also eine Sache, die ich die ich ungern mache.
28:48 SPEAKER_00: Ich nutze keine KI, beispielsweise Freunden Nachrichten zu schreiben
28:52 SPEAKER_00: oder irgendwie so SMS zu beantworten oder so was. Okay, ja. Na ja, Du, kann mir schon vorstellen, dass das Menschen machen. Dann ist man irgendwann nicht mehr mit dem Menschen befreundet, sondern mit der KI, die Oder deine KI ist mit der anderen KI befreundet.
29:04 SPEAKER_01: Wundervolle Vorstellung.
29:07 SPEAKER_00: Ich glaub, da nutze ich keine KI.
29:12 SPEAKER_00: Ich möchte Fragen stellen, ich möchte aber nicht das Denken outsourcen.
29:16 SPEAKER_00: Mhm. Ne, das heißt, ich nutz schon in in solchen Geschichten viel KI,
29:21 SPEAKER_00: aber eben nicht, Antworten einfach so zu bekommen, sondern eher, mein eigenes Denken zu hinterfragen oder oder anzutriggern
29:29 SPEAKER_00: oder weitere Fragen zu stellen.
29:32 SPEAKER_00: Heißt, ich möchte eigentlich keine Antworten nur so generieren, sondern eher so
29:37 SPEAKER_00: Einsichten generieren, die mir dann selber helfen, die Antwort zu finden.
29:40 SPEAKER_00: Okay.
29:42 SPEAKER_00: Hast Du auf Limits für KI?
29:46 SPEAKER_01: Also
29:48 SPEAKER_01: einmal definitiv das Freundschaftsbeispiel, was
29:50 SPEAKER_01: was Du grade genannt hast. Also hätt ich wahrscheinlich gar nicht drüber nachgedacht, wenn Du das Beispiel nicht gebracht hättest, aber
29:56 SPEAKER_01: nein, dafür würde ich KI nicht verwenden.
30:00 SPEAKER_01: Und
30:01 SPEAKER_01: eine Grenze hat's für mich im medizinischen Bereich irgendwann.
30:05 SPEAKER_01: Also
30:06 SPEAKER_01: man kennt das ja, ne, dass man Google mal so die Symptome reinhaut.
30:11 SPEAKER_01: Macht man vielleicht auch mal mit' KI, aber irgendwann,
30:14 SPEAKER_01: wenn sie dann anfängt, dich zu diagnostizieren,
30:17 SPEAKER_01: zieh ich auch eine Grenze und geh lieber zu' Fachmenschen. Krass. Ich hätte gedacht, also ich
30:23 SPEAKER_00: denke fast, dass es stärker in die Richtung gehen wird, dass im Zweifel
30:27 SPEAKER_00: Du mehr Informationen,
30:29 SPEAKER_00: mehr Kontext 1 KI geben kannst
30:31 SPEAKER_00: und die mehr gleichzeitig verarbeiten kann, als das ein Mensch jemals könnte
30:35 SPEAKER_00: und dann vielleicht die Rolle des Arztes sich eher darauf beschränkt, das noch mal gegenzuchecken.
30:40 SPEAKER_01: Okay.
30:42 SPEAKER_01: Spannend. Also ich hätte KI als Unterstützung bei einem Arzt gesehen, aber nicht bei den Einzelpersonen.
30:50 SPEAKER_01: Weil ich glaube, dass es schnell
30:52 SPEAKER_01: Panik machen kann. Je nachdem, was Du als Einzelperson ohne
30:57 SPEAKER_01: Fachwissen
30:59 SPEAKER_01: reingibst als Kontext.
31:01 SPEAKER_00: Ja.
31:02 SPEAKER_00: Ja, gleichzeitig kann's natürlich schon helfen,
31:04 SPEAKER_00: auch auf
31:05 SPEAKER_00: Prävention zu setzen, ja. Zu sagen, hey, hier sind meine Blutwerte oder was auch immer. Worauf sollte ich achten? So ist mein Lebensstil. Worauf sollte ich achten?
31:13 SPEAKER_00: Spannend. Ich saß letztens beim Arzt, ganz witzig.
31:15 SPEAKER_00: Hab ich denen, glaub ich, auch erzählt, ne. Ich kam rein, war ganz begeistert,
31:18 SPEAKER_00: brauchte einen dringenden Termin, hab den bekommen und dann fragte die Ärztin, ist es okay für Sie, wenn die wenn ich eine KI mitlaufen lasse,
31:26 SPEAKER_00: damit ich nicht selber ein Glitz machen muss. Also sie hat trotzdem Glitz gemacht, aber irgendwie,
31:30 SPEAKER_00: es besser zu verarbeiten. Fand ich klasse, ja. Das finde, sollten alle machen. Natürlich.
31:34 SPEAKER_00: Wenn das Ganze natürlich vernünftig gesichert ist und meine Daten nicht dafür verwendet werden, dass ich danach
31:40 SPEAKER_00: die Metaanzeige bekomme für das Medikament, was ich vielleicht benötige. Warten wir mal ab.
31:48 Macht KI uns mutiger oder bequemer?
31:48 SPEAKER_01: Okay, jetzt hatten wir schon son paar Negativbeispiele.
31:52 SPEAKER_01: Deiner Meinung nach, wo macht KI Menschen generell mutiger und wo
31:57 SPEAKER_01: bequemer,
31:59 SPEAKER_01: nennen wir's mal freundlich?
32:01 SPEAKER_00: Gut, meine Meinung. Ich glaub schon, dass es einfacher ist, Fragen zu stellen jemandem, der dich im Zweifel nicht
32:06 SPEAKER_00: nicht bewertet.
32:08 SPEAKER_00: Also es heißt ja so schön, es gibt keine dummen Fragen, es gibt dumme Antworten, aber es gibt halt auch schon dumme Fragen. Okay.
32:15 SPEAKER_01: Durchaus.
32:16 SPEAKER_00: Und da ist es vielleicht manchmal ein bisschen sicherer, die KI zu fragen.
32:21 SPEAKER_00: Ich stelle
32:22 SPEAKER_00: viel, viel technischere technischere
32:27 SPEAKER_00: Fragen, als ich das in der Vergangenheit getan habe. Mhm.
32:30 SPEAKER_00: Weil ich weiß, ich kann da hinterherhaken und da ist niemand genervt.
32:35 SPEAKER_00: Da macht's mich schon mutiger, dass ich mich an an Dinge herantraue, die
32:38 SPEAKER_00: die ich mich sonst, glaub ich, nicht einfach so getraut hätte.
32:42 SPEAKER_00: Weil ich... Ob das jetzt gut ist, mal gucken, weiß ich nicht. Aber
32:46 SPEAKER_00: ich hab schon das Gefühl, dass ich da auch teilweise Anleitungen bekomme, die ich sonst nicht bekommen würde.
32:51 SPEAKER_00: Und
32:53 SPEAKER_00: das ist, glaub ich, auch son Ding.
32:56 SPEAKER_00: Jetzt haben wir drüber gesprochen, ja, ich würd jetzt niemals
32:59 SPEAKER_00: Messages an Freunde von KI
33:03 SPEAKER_00: erstellen lassen. Was ich aber schon manchmal tue, ist in' Kontext, jetzt sich im freundschaftlichen Kontext, im beruflichen Kontext zu sagen, hey, folgende Situation, so hab ich's hier erlebt. Mhm. Wie könnte man noch drauf schauen?
33:15 SPEAKER_00: Ja, sone 2. Meinung. Ja. Ja. Oder auch eine Perspektive einnehmen, die ich jetzt in dem in dem Fall nicht habe, sondern wo ich vielleicht ein 1 blinden Fleck habe. Ja. Das ist auch schon spannend, dass das dass das mittlerweile ganz gut geht. Das hab ich durchaus auch schon gemacht.
33:30 SPEAKER_01: Und wo bequemer?
33:32 SPEAKER_00: Ab bei mir zum Beispiel beim Kochen.
33:35 SPEAKER_01: Mhm.
33:37 SPEAKER_00: Ich bis ich mich... Also manchmal stell ich mich jetzt sicher und such mir noch irgend ein Koch Kochbuch raus und dann sag, okay, hab das und das da.
33:43 SPEAKER_00: Was kann ich damit machen?
33:45 SPEAKER_00: Ich hatte letztens sogar... Dann kriegst Du halt einen Text für die Sachen und dann ging's einen Blumenkohl, den man schneiden musste.
33:52 SPEAKER_00: Ja? Und da hab ich gesagt, Alter, ich versteh's nicht. Und dann hat er mir wunderbare Bilder gemacht und hat mir gezeigt, wo ich das ansetzen muss.
33:59 SPEAKER_00: Hast Du jetzt beim Kochbuch selten, geht mir mal ein Sinn, wie ich das wie ich das schneiden soll. Doch deutlich
34:06 SPEAKER_01: individueller Ganz als auf deine Probleme.
34:09 SPEAKER_00: Genau, also da macht's bequemer.
34:11 SPEAKER_00: Ich hatte letztens den Fall, dass ich dann mir Cocktails hab machen lassen. Das war nicht das war nix. Das waren dann doch lieber die Klassiker.
34:19 SPEAKER_01: Auch KI ist nicht immer richtig. Nein.
34:23 SPEAKER_01: Woran
34:24 SPEAKER_01: würden wir denn merken, dass wir KI zu viel vertrauen?
34:28 SPEAKER_00: Was heißt ein zu viel? Was ist denn für dich zu viel? Was darfst Du definieren?
34:36 SPEAKER_01: Wann wird's gefährlich?
34:38 SPEAKER_00: Ich glaub, es wird dann gefährlich, was was wir auch schon vorher hatten, ne, dass Du irgendwie
34:41 SPEAKER_00: das als Antwortmaschine
34:43 SPEAKER_00: nutzt Mhm. Und
34:45 SPEAKER_00: denkfaul wirst und da reinschreibst, welcher Sache sollte heute, Donnerstag? Ah okay, ne. Aber wenn gestern, Montag war, ist wahrscheinlich heut nicht Donnerstag.
34:54 SPEAKER_00: Bescheuertes Beispiel, I know it mean.
34:57 SPEAKER_00: Kann man kann sich allerdings auch da Hilfestellung geben. Ich persönlich hab das in so meinem System prompt bei ChatGPT,
35:04 SPEAKER_00: dass hinter jeder Antwort immer noch
35:07 SPEAKER_00: die Antwort 1 scharfen Kritikers kommen soll. Mhm. Das hilft mir manchmal noch mal zu überlegen, geht
35:14 SPEAKER_00: das in die richtige Richtung oder kann man's auch anders sehen?
35:17 SPEAKER_00: Aber ich habe zu viel Vertrauen, dass wenn man's nicht mehr hinterfragt.
35:21 SPEAKER_00: Und was ich jetzt öfter mittlerweile auch mache, wenn ich jetzt beispielsweise Datenanalyse mache mithilfe von KI,
35:28 SPEAKER_00: dass ich dann sage, okay, möchte nicht nur das Ergebnis haben, sondern zeig mir den Weg auf.
35:32 SPEAKER_00: Ein bisschen früher wie in der Mathearbeit.
35:34 SPEAKER_00: Du hast zwar ein Punkt bekommen für das Ergebnis,
35:37 SPEAKER_00: aber der Weg dahin war eigentlich das wichtigere.
35:39 SPEAKER_00: Ja. Ne? Damit, wenn der Weg bis zum Ergebnis für richtig war und das Ergebnis vielleicht falsch, hast Du immer noch 2 Drittel der Punkte bekommen,
35:46 SPEAKER_00: weil Du zeigen konntest, wie Du's hergeleitet hast.
35:49 SPEAKER_00: Und ich glaub, diese Herleitung ist wichtig,
35:51 SPEAKER_00: denn wenn ich jetzt ein Ergebnis bekomme und das anderen kommunizieren
35:54 SPEAKER_00: will, will ich ja auch in der Lage zu sein in der Lage sein zu sagen, wie's hergeleitet wurde. Klar. Das ist ja dein Ergebnis.
36:03 SPEAKER_00: KI Ergebnis, mein Ergebnis, ja. Würdest Du
36:06 SPEAKER_01: behaupten, diese beiden Dinge, also der scharfe Kritiker und auch diese Herleitung
36:10 SPEAKER_01: helfen dabei, dass KI nicht mehr so typisch nach dem Mund redet und dich bestätigt in allem, was Du sagst, auch wenn's mal Quatsch ist?
36:19 SPEAKER_00: Ja, hilft schon, aber das geht mir. Das ist, glaub ich, wenn wenn mir was richtig aufn Nerv geht, dann ist es das. Ja. Ja, Du fragst eine super Frage.
36:26 SPEAKER_00: Das ist eine ganz großartige Antwort.
36:29 SPEAKER_01: Es ist supernervig und egal, ob Du's in den Einstellungen hinterlegst
36:32 SPEAKER_01: und in jedem Prompt dazu schreibst, Ja. Bitte challenge mich, hinterfrage mich, bitte bestätige mich nicht,
36:40 SPEAKER_01: jedes Mal wieder.
36:42 SPEAKER_01: Super Idee.
36:44 SPEAKER_00: Ein Glück sind wir keine KI.
36:46 SPEAKER_01: Ja.
36:47 SPEAKER_01: Deswegen braucht's immer noch den Human in the Loop und es braucht immer noch das menschliche Gehirn. Du hast jedenfalls nicht so reagiert, als ich den Podcast vorgeschlagen habe.
36:54 SPEAKER_01: Ja, zum Glück bin ich keine KI.
37:00 Ausblick: Was muss in 2026 passieren?
37:00 SPEAKER_01: Okay.
37:01 SPEAKER_01: Beenden wir das mit 1
37:03 SPEAKER_01: etwas größeren Frage.
37:06 SPEAKER_01: Wann
37:06 SPEAKER_01: ist 2026
37:08 SPEAKER_01: für dich in Sachen AI erfolgreich?
37:13 SPEAKER_00: Zweierlei. Ich würd das den Erfolg einerseits vielleicht so gesamtgesellschaftlich
37:17 SPEAKER_00: bewerten und sagen, es ist dann erfolgreich, wenn
37:20 SPEAKER_00: die Ressourcen, die wir haben,
37:22 SPEAKER_00: möglichst sinnvoll eingesetzt werden. Also ich glaub, da ist wahnsinnig viel möglich mit KI
37:27 SPEAKER_00: und wir haben begrenzte Ressourcen auf diesem Planeten. Wer weiß, vielleicht haben wir mal unbegrenzte Ressourcen, aber hier sind wir erst mal begrenzt.
37:35 SPEAKER_00: Und diese Ressourcen müssen wir sinnvoll einsetzen. Und wenn es dann nur darum geht, dass wir uns jeden Tag 250 KI erstellte Videos hin- herschicken,
37:42 SPEAKER_00: dann weiß ich nicht, ob das der beste Einsatz von Ressourcen ist, von Energie, von von Rohstoffen.
37:48 SPEAKER_00: Gleichzeitig, wenn wir in Lage sind,
37:49 SPEAKER_00: Krankheiten zu heilen,
37:51 SPEAKER_00: damit, dann ist es schon ein sinnvoller Einsatz.
37:54 SPEAKER_00: Das zum einen. Zum Zweiten,
37:57 SPEAKER_00: das ist wahrscheinlich recht naiver Wunsch, aber
38:01 SPEAKER_00: ich würde mir wünschen, dass es eben nicht zu sonem
38:03 SPEAKER_00: Wettlauf von Systemen wird, von Ländern, von von von Werte
38:10 SPEAKER_00: von Werten, sondern ja, dass es für die Menschheit generell
38:14 SPEAKER_00: nach vorne geht.
38:16 SPEAKER_00: Grade aber hab ich eher das Gefühl, dass es son, ja, ein harter Kampf wird. Ja.
38:22 SPEAKER_00: Das hab ich leider auch. Und wenn das in Ende 26 auf einmal anders ist, fänd ich's gut.
38:28 SPEAKER_01: Geh ich mit.
38:30 SPEAKER_00: Fazit der Folge? Wir wünschen uns Rainverse und Unicoints.
38:35 SPEAKER_01: Mein
38:37 SPEAKER_01: Fazit ist,
38:38 SPEAKER_01: KI nimmt uns nicht das Denken ab,
38:41 SPEAKER_01: zwingt uns eher dazu, mehr zu denken oder ein bisschen klarer zu denken.
38:45 SPEAKER_01: Und
38:46 SPEAKER_01: vielleicht auch,
38:47 SPEAKER_01: dass Expertise nicht alles ist,
38:50 SPEAKER_01: aber Mut wird oft unterschätzt. Sehr
38:53 SPEAKER_00: schönes Schlusswort. Ich danke dir, dass Du dich mit diesem Kreuzfeuer
38:57 SPEAKER_00: revanchiert hast für die letzte Folge.
38:59 SPEAKER_01: Sehr gerne.
39:01 SPEAKER_00: Ich hoffe, wir sehen dich mal wieder im Podcast.
39:04 SPEAKER_00: Wenn's euch gefallen hat, dann revanchiert euch gern mit einem Like, mit einem Follow,
39:09 SPEAKER_00: egal wo ihr unterwegs seid, auf welcher Plattform.
39:12 SPEAKER_00: Sprecht über uns, empfehlt uns weiter.
39:15 SPEAKER_00: Schickt uns auch gerne Kommentare und Kritik. Wir wollen auch immer nur besser werden. Herzlichen Dank und bis zur nächsten Woche.
39:22 SPEAKER_01: Tschau.
39:24 SPEAKER_03: Cointelligence
39:25 SPEAKER_03: ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI.
39:30 SPEAKER_03: Bei Studio Co in Berlin. Produktion und Regie,
39:33 SPEAKER_03: Christina Manuel,
39:34 SPEAKER_03: Fuate Zebatli und Elias Robe.
39:37 SPEAKER_03: Creative Director, Lukas Shelter.
39:39 SPEAKER_03: Redaktion und Moderation,
39:41 SPEAKER_03: Benjamin Wüstenhagen und Moritz Heininger.
39:44 SPEAKER_03: Abonniere uns auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube.
39:48 SPEAKER_03: Danke fürs Zuhören.