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#29: KI & Copyright: Der große Crash - Darfst du KI-Bilder kommerziell nutzen?
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0:00 Intro: Das Finale der Rechtsserie
0:00 SPEAKER_00: Da schafft eben bei der KI, schafft nicht der Mensch, sondern die Maschine. Wenn Du die Kamera nimmst, immer die gleiche Einstellung der Kamera lässt und zweimal abdrückst, dann hast Du zweimal das identische Bild. Das zeigt schon, dass die Kamera einfach nur das übersetzt, was Du willst, 1 1,
0:16 SPEAKER_00: während die Interpretation
0:17 SPEAKER_00: durch die KI viel größer ist.
0:24 SPEAKER_01: Hallo und herzlich willkommen zur Episode
0:26 SPEAKER_01: 29
0:27 SPEAKER_01: vom Cointelligence
0:28 SPEAKER_01: Podcast
0:29 SPEAKER_01: mit euren Hosts Tobias Weigand
0:33 SPEAKER_01: als Special Gast heute das 3. Mal im Studio und Moritz Heininger.
0:38 SPEAKER_01: Heute geht es
0:40 SPEAKER_01: ein rechtliches Thema natürlich, deswegen bist Du hier. Und zwar geht's heute das ganze ja, Thema Urheberrecht.
0:48 SPEAKER_01: Und die letzten 2 Folgen haben wir mit Tobi ja schon einmal über den EU AI Act gesprochen, dann eben mit
0:55 SPEAKER_01: dem Artikel KI Verordnung und der AI Act noch mal ein Fokus drauf gelegt,
1:00 SPEAKER_01: was Unternehmen heute eigentlich machen müssen, was das Thema KI Kompetenz angeht. Heute geht's ein Thema, das hat gar nicht so direkt was mit dem EU AI Act zu tun, glaube ich, sondern eher ein bisschen allgemeiner.
1:13 SPEAKER_01: Und ja, vielleicht steigen wir gleich mal ein. Wenn ich's richtig verstehe, ist ein Urheberrecht,
1:18 SPEAKER_01: ich hatte ja auch mal recht an der Uni, meine tatsächlich,
1:21 Die zwei zentralen Fragen des KI-Urheberrechts
1:22 SPEAKER_01: eigentlich war ich ganz gut an der Uni, aber meine 2 schlechtesten Prüfungen an der Uni waren die beiden Rechtsprüfungen.
1:27 SPEAKER_01: Von daher ist es gut, dass Du hier heute da bist.
1:31 SPEAKER_01: Aber ich meine mich erinnern zu können, dass es so was wie Schutzrechte gibt und die das Urheberrecht
1:38 SPEAKER_01: da irgendwie drunter liegt. Da hört's dann aber bei mir auf. Von daher
1:42 SPEAKER_00: erklär mir das noch mal bitte. Ja, sehr gerne. Also grundsätzlich haben wir in Deutschland Nachahmungsfreiheit.
1:49 SPEAKER_00: Also
1:50 SPEAKER_00: ohne Urheberrecht
1:51 SPEAKER_00: zum Beispiel, wenn es das Gesetz nicht geben würde, dann dürfte jeder alles nachmachen. Mhm.
1:55 SPEAKER_00: Und dann hat sich der Gesetzgeber gedacht, das macht natürlich keinen Sinn, dann setzt sich ja niemand hin und erfindet irgendwas oder malt was oder komponiert ein Stück, wenn das kopiert werden kann. Und dadurch kriege ich gar keinen monetären Vorteil als Urheber davon.
2:09 SPEAKER_00: Das heißt, der hat also dann Schutzrechte,
2:11 SPEAKER_00: geistige Schutzrechte geschaffen. Das ist soll im Prinzip das Pendant zum Eigentum sein.
2:17 SPEAKER_00: Du hast Eigentum an deinem Auto, aber Du hast dann halt auch Eigentum an deinem Lied, was Du komponiert hast oder das Bild, was Du gemalt hast. Mhm.
2:25 SPEAKER_00: Einfach aus dem Grund, dass Du Menschen ermöglichen sollst, das zu kaufen. Das können sie dir also nicht kopieren, sondern sie müssen es kaufen oder lizenzieren oder Ähnliches,
2:35 SPEAKER_00: sodass Du Motivation hast, kreativ zu werden. Mhm. Das sind Schutzrechte.
2:40 SPEAKER_00: Das sind allgemeine Schutzrechte. Okay. Also das sind Patente, das sind Designs, Urheberrecht,
2:44 Frage 1: Darf eine KI mit geschützten Daten trainiert werden?
2:45 SPEAKER_00: Markenrecht ist etwas, fällt auch dadrunter, ist etwas eigen, kommen wir gleich noch zu.
2:51 SPEAKER_00: Genau. Also die
2:53 SPEAKER_00: sollen Motor von Innovation und Kreativität sein, weil sie
2:58 SPEAKER_00: ermöglichen, dass Du davon leben kannst, weil Du bezahlt wirst dafür.
3:03 SPEAKER_01: Doofe Frage. Sieht man, dass ich nicht richtig zugehört hab oder aufgepasst hab an der Uni. Was ist der Unterschied von' Urheberrecht
3:09 SPEAKER_01: und' Patent?
3:11 SPEAKER_00: Das ist eine gute Frage.
3:13 SPEAKER_00: Es hat 2 unterschiedliche Blickwinkel im Prinzip. Beim Patent geht's Erfindungen, also irgendwas, was wirklich technisch ist.
3:21 SPEAKER_00: Und beim Urheberrecht geht's eher Kreativität.
3:24 SPEAKER_01: Mhm.
3:25 SPEAKER_01: Okay.
3:26 SPEAKER_01: Das heißt, wie genau ist ein Urheberrecht
3:29 SPEAKER_01: definiert? Das heißt einfach, wenn ich mir irgendwas
3:32 SPEAKER_01: überlege,
3:33 SPEAKER_01: gestalte,
3:35 SPEAKER_01: ist das immer irgendwie was Visuelles?
3:37 SPEAKER_01: Sind das Texte? Da sind wahrscheinlich auch Texte oder Bücher, die auch runterfallen. Was fehlt ein unter sonem Urheberrecht alles? Also im Urheberrechtsgesetz,
3:44 SPEAKER_00: das ist sehr, sehr breit. Da gibt's ganz viele verschiedene Tatbestände.
3:48 SPEAKER_00: Also es gibt natürlich Literatur,
3:50 SPEAKER_00: es gibt bildende Künste,
3:53 SPEAKER_00: es gibt natürlich aber auch Musikstücke.
3:56 SPEAKER_00: Es gibt dann aber auch noch abgeschwächt davon
3:59 SPEAKER_00: zum Beispiel Tanzaufführungen,
4:01 SPEAKER_00: die können auch, das sind so kleinere Urheberrechte,
4:04 SPEAKER_00: sag ich mal,
4:05 SPEAKER_00: bekommen.
4:06 SPEAKER_00: Also da das ist mannigfaltig
4:08 SPEAKER_00: und soll im Prinzip die ganze Kreativität
4:10 SPEAKER_00: abbilden,
4:11 SPEAKER_01: die es so gibt. Und also son Patent ist ja was, was irgendwann, glaub ich, ausläuft,
4:16 SPEAKER_01: ne?
4:17 SPEAKER_01: Ist das bei' Urheberrecht,
4:18 SPEAKER_01: wenn ich jetzt mein eigenes, keine Ahnung, SnipKI
4:21 SPEAKER_01: Design entwerfe oder das Cointelligence Design?
4:25 SPEAKER_01: Ist das dann was, was ich für immer habe oder läuft das auch irgendwann aus? Also kann irgendeiner in meinem Stil dann irgendwas produzieren?
4:32 SPEAKER_00: Also
4:33 SPEAKER_00: Du hast es für immer sozusagen, aber deine Erben haben's nur bis zu 70 Jahre nach deinem Tod. Okay, verstanden.
4:42 SPEAKER_00: Gut.
4:43 SPEAKER_00: Warum ist es relevant im, ja, Umgang oder im Bereich der KI? Genau. Jetzt kommen wir auf den Bereich KI zu sprechen. Warum ist das relevant?
4:53 SPEAKER_00: Weil
4:54 SPEAKER_00: also insbesondere das Urheberrecht oder Patente
4:57 SPEAKER_00: voraussetzen,
4:58 SPEAKER_00: dass ein Mensch kreativ
5:00 SPEAKER_00: eine eigene Schöpfung
5:03 SPEAKER_00: geschaffen hat. Mhm. Und jetzt kann man sich natürlich fragen, wenn ich eine KI dazwischenstelle,
5:08 SPEAKER_00: die mir ein Bild, einen Song kreiert, wie auch immer, Mhm.
5:12 SPEAKER_00: Ist es dann noch selbst geschaffen vom Menschen?
5:15 SPEAKER_00: Und da sagt die herrschende Meinung im Prinzip unter den Juristen, nein, ist nicht. Mhm. Das heißt, das ist von der Maschine geschaffen und nicht vom Menschen und deswegen kriegt es keine Urheberrechte.
5:26 SPEAKER_02: KI kommt nicht irgendwann. Sie ist schon da. Bist Du bereit? Mit thekey Academy machst Du dich fit für die Zukunft. Onlinekurse
5:33 SPEAKER_02: zu KI, digitaler Zusammenarbeit,
5:36 SPEAKER_02: Leadership. Praxisnah, flexibel,
5:38 SPEAKER_02: IHK zertifiziert.
5:39 SPEAKER_02: Thekey Punkt Academy für alle, die mitgestalten wollen.
5:44 SPEAKER_01: Und
5:45 SPEAKER_00: aus dem Grund,
5:48 SPEAKER_00: ja, muss man son bisschen überlegen,
5:51 SPEAKER_00: wie man, wenn man denn auf diesen Schutz seiner Urheberrechte angewiesen ist, weil man zum Beispiel monetär davon
5:59 SPEAKER_00: partizipieren
5:59 SPEAKER_00: möchte, wie
6:01 SPEAKER_00: geh ich dann damit
6:02 SPEAKER_00: Mhm.
6:05 SPEAKER_01: Das heißt doch für mich,
6:07 SPEAKER_01: erklär mir mal den Unterschied von, also es ist ja für mich ein Instrument,
6:11 SPEAKER_01: die KI, ich mach da irgendwas und bekomm dann irgend ein Ergebnis daraus.
6:15 SPEAKER_01: Wenn ich jetzt irgendwie Fotograf oder Fotografin bin und rausgehe und Fotos mache, dann bekomme ich ja auch irgendwie ein Ergebnis. Und wenn ich's richtig verstehe, hab ich dann auf diesem Foto, was ich gemacht habe,
6:27 SPEAKER_01: mein Urheberrecht.
6:29 SPEAKER_01: Das heißt, nur ich darf dieses Foto verkaufen und niemand anderes. Mhm. Wenn ich jetzt der KI sage, generier mir mal ein Foto vom Eifelturm und
6:38 SPEAKER_01: keine Ahnung, in einem
6:41 SPEAKER_01: dystopischen Szenario,
6:43 SPEAKER_01: wo irgendwie alles außen rum brennt, dann krieg ich irgendwie ein Bild zurück.
6:47 SPEAKER_01: Das darf ich dann, wenn ich's richtig versteh,
6:49 SPEAKER_01: nicht, also da hab ich kein Urheberrecht drauf.
6:52 SPEAKER_00: Genau. Du könntest trotzdem verkaufen, wenn Du jemanden findest, der es kauft, ne. Ja.
6:58 SPEAKER_00: Aber man könnte, wenn Du das zum Beispiel dann bei in Social Media hochlädst, dann kann das jeder andere auch einfach kopieren. Der Unterschied zur Fotokamera
7:07 SPEAKER_00: ist einfach, dass der Input,
7:10 SPEAKER_00: den Du bei der KI gibst, Mhm. Einfach verschiedene Outputs generieren kann. Mhm. Also Du nimmst den ganzen den gleichen Prompt und es wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein anderes Bild rauskommen. Mhm.
7:21 SPEAKER_00: Bei der Fotokamera
7:23 SPEAKER_00: gibt's keine Interpretation
7:25 SPEAKER_00: oder nicht so viel Interpretation von der Kamera. Das heißt, wenn Du die Kamera nimmst, immer die gleiche Einstellung der Kamera lässt und zweimal abdrückst, dann hast Du zweimal das identische Bild. Mhm. Das zeigt schon, dass die Kamera einfach nur das übersetzt, was Du willst. Mhm.
7:40 SPEAKER_00: 1 zu 1. Während die Interpretation durch die KI viel größer ist. Mhm. Und deswegen sagt man, da schafft eben bei der KI schafft nicht der Mensch, sondern die Maschine. Mhm. Das heißt, wenn ich jetzt ein Bild KI generiere und es sieht cool aus und
7:44 Die "Opt-Out"-Regelung: Wie Rechteinhaber das Training verbieten können
7:56 SPEAKER_01: verkauft es auch, brauchen irgendwie ein Postershop und Leute kaufen es, weil sie es cool finden, dann kann ich natürlich mit Geld verdienen.
8:03 SPEAKER_01: Aber Du könntest jetzt hergehen, das Bild runterladen, deinen eigenen Postershop machen und könntest mein KI generiertes Bild
8:10 SPEAKER_01: sozusagen verkaufen und ich könnte nichts Für etwas günstiger zum Beispiel. Genau und ich könnte nichts dagegen tun. Genau. Okay,
8:17 SPEAKER_01: verstanden.
8:19 SPEAKER_01: Was heißt es denn praktisch?
8:22 SPEAKER_00: Also praktisch heißt das, wie wir grade schon gesagt haben, Du hast keine Vermietungsrechte gegenüber Dritten. Du kannst nicht sagen, ey, das hab ich gemacht. Mhm. Hör auf damit. Das funktioniert so nicht.
8:32 SPEAKER_00: Das heißt aber im Umkehrschluss natürlich auch, dass ein OpenAI mir nicht sagen darf, Du darfst es nicht verbreiten. Mhm. Urheberrechtlich.
8:40 SPEAKER_00: Mhm. Die versuchen das natürlich gegebenenfalls trotzdem über Nutzungsrechte und AGB,
8:45 SPEAKER_00: wo die im Prinzip Verträge mit dir abschließen, wo dann drinsteht,
8:49 SPEAKER_00: Du darfst es aber nur kommerziell vertreiben,
8:52 SPEAKER_00: wenn Du dafür bezahlst. Mhm. Aber aus dem Urheberrecht
8:56 SPEAKER_00: allein zum Beispiel nicht. Mhm. Das hat den Effekt, dass wenn,
9:00 SPEAKER_00: ich sag mal, Du
9:02 SPEAKER_00: ein mit 1 KI irgendwas erstellst,
9:05 SPEAKER_00: was Du nicht AGB rechtlich nicht verkaufen
9:08 SPEAKER_00: dürftest, Mhm. Also nicht kommerziell nutzen dürftest, Du gibst es mir Mhm.
9:13 SPEAKER_00: Und ich verkauf das dann einfach. Dann
9:17 SPEAKER_00: kann OpenAI nicht gegen mich vorgehen, weil ich hab keine Vertragsbeziehung mit OpenAI
9:22 SPEAKER_01: und sie haben aber auch kein Urheberrecht, was universell ist. Das heißt, OpenAI kann nichts gegen mich machen. Spätestens wenn ich dann sage, cool, jetzt hast Du damit viel Kohle verdient und ich will wieder Kohle von dir haben, könnte dann wahrscheinlich OpenAI sagen, guck mal, jetzt verdienst Du doch wieder an dem Bild, was Du mit uns generiert hast. Also hast Du ihm trotzdem eine Vertragsverletzung begangen. Genau. Okay. Könnte sein, ja. Okay. Aber das ist auf jeden Fall spitzfindiger.
9:46 SPEAKER_01: Mhm. Das heißt doch für mich als Unternehmen, wenn ich jetzt irgend ein Bild generiere, das aufm Social Media nutze, vielleicht irgendwie in' TV Spot nutze, ein U-Bahn-Poster,
9:56 SPEAKER_01: könnte eigentlich jeder hergehen und dieses Bild nehmen und
10:00 SPEAKER_01: das weiterverwenden. Ich hab irgendwie kein keine Möglichkeit
10:04 SPEAKER_01: vorzugeben, wenn irgendeiner ein Bild weiterverwendet,
10:08 SPEAKER_00: was ich für meine Werbung oder für meinen Social Media Kanal irgendwie verwendet habe. Genau. Okay. Gleiches auch bei Liedern oder Texten. Wenn ich ein Gedicht schreibe und ein, weiß ich nicht, ein Gedichtband
10:18 SPEAKER_00: machen möchte, bring den raus,
10:21 SPEAKER_00: möcht damit möglichst diesem Gedichtband als verkaufen,
10:25 SPEAKER_00: dann kann im Prinzip jemand hingehen, das abfotografieren und das selber drucken und für 2 Euro günstiger vertreiben.
10:32 SPEAKER_01: Wie ist es, wenn ich jetzt mit
10:34 SPEAKER_01: Vertragspartnern arbeite? Oft arbeiten Unternehmen mit irgendwelchen Agenturen und die erstellen dann die Social Media Bilder für mich oder was auch immer für für Content.
10:43 SPEAKER_01: Normalerweise
10:44 SPEAKER_01: ist oft ein Vertragsbestandteil,
10:46 SPEAKER_01: dass man halt als Auftraggeber
10:49 SPEAKER_01: die Rechte an den erstellten,
10:52 SPEAKER_01: ja, Material, er muss auch immer mal, ob das Text, Bild, Video ist, bekommt.
10:57 SPEAKER_01: Wie sieht es dann aus?
10:59 SPEAKER_00: Ja, das ist ein sehr schwieriger Punkt tatsächlich.
11:02 SPEAKER_00: Und ich berate auch immer dahingehend, dass man das transparent vorher bespricht,
11:07 SPEAKER_00: Mhm. Wie man eigentlich mit diesem Umstand umgehen soll. Das ist ja im Prinzip
11:12 SPEAKER_00: vergleichbar, wie wenn ich bei
11:14 SPEAKER_00: Audi, VW, wem auch immer ein Auto kaufe Mhm. Und die mir aber gar kein Eigentum an dem Auto geben können, sondern das darf jeder benutzen. Ja. So, dann ist natürlich, dafür hab ich das Auto ja nicht gekauft, sondern ich will's ja alleine benutzen oder zumindest darüber verfügen,
11:31 SPEAKER_00: wer's benutzen darf, ne. Und wenn ich dann den gleichen Preis dafür bezahle,
11:36 SPEAKER_00: Mhm. Dann ist das irgendwie nicht gerechtfertigt. Mhm. Das heißt, man muss mit 1 Marketingagentur
11:43 SPEAKER_00: vielleicht vorher besprechen, wie gehen wir mit dem Umstand
11:46 SPEAKER_00: Mhm. Dass möglicherweise keine Urheberrechte
11:49 SPEAKER_00: entstehen? Was machen wir dagegen? Und
11:52 SPEAKER_00: ja, sollen wir da irgendwie
11:54 SPEAKER_00: irgendwelche Lösungen finden, dass es dann vielleicht preislich ein bisschen günstiger wird? Oder die Marketingagentur,
12:00 SPEAKER_00: da kommen wir jetzt vielleicht gleich zu,
12:02 SPEAKER_00: schafft irgendwelche
12:04 SPEAKER_00: Prozesse,
12:05 SPEAKER_00: dass möglicherweise doch Urheberrechte daran entstehen, weil's mir so wichtig ist. Mhm. Aber in jedem Fall rat ich dazu, dass man darüber spricht. Mhm. Es kann ja auch ganz einfache Cases geben. Ich will das bei Social Media hochladen und mir ist ganz egal, ob das kopiert wird.
12:18 SPEAKER_00: Fair enough, aber drüber sprechen. Mhm.
12:21 SPEAKER_01: Was aber trotzdem gilt,
12:23 SPEAKER_01: ist doch, wenn ich jetzt eine Agentur habe, die erstellt mir Social Media, collateral content
12:29 SPEAKER_01: und dieses Bild ist KI generiert,
12:32 SPEAKER_01: dann trifft aber jetzt trotzdem noch der EU AI Act, die KI Verordnung zu, die sagt, hey, Du musst dieses Bild ab 26,
12:41 SPEAKER_01: August 26, wenn ich's richtig drauf habe, als KI generiert kennzeichnen. Das ist unabhängig davon, wer daran irgendwelche
12:48 SPEAKER_01: Urheberrechte hat, ob ich das selbst erstellt hab, ob das die Agentur erstellt Okay,
12:54 SPEAKER_01: verstanden.
12:54 SPEAKER_01: Du hast grade angesprochen, es gibt irgendwie potenziell
12:58 SPEAKER_01: Möglichkeiten,
13:00 SPEAKER_01: Content, der durch KI generiert ist,
13:03 SPEAKER_01: doch irgendwie urheberrechtlich
13:05 SPEAKER_01: zu
13:06 SPEAKER_01: schützen.
13:07 SPEAKER_01: Was
13:08 SPEAKER_00: sind, was kann ich da machen? Genau. Also zum einen kann man natürlich KI einfach nur als Ideenkonzeptgeber
13:14 SPEAKER_00: nehmen. Also dass ich grob sage, ich hab das und das vor, erstell mir doch mal ein Konzept. Mhm. Und wenn ich dann dieses Konzept nehme und das mit Leben fülle, Mhm. Also darauf basierend eine Marketingkampagne
13:25 SPEAKER_00: erstelle, Mhm. Dann hab ich natürlich an dieser Umsetzung des Konzepts wieder eigenständige
13:30 SPEAKER_00: Kreativität gebracht und deswegen hab ich ein eigenständiges Urheberrecht da dran. Mhm.
13:35 SPEAKER_00: Das ist wahrscheinlich relativ theoretisch und wird in Zukunft nicht mehr so passieren, weil man händisch keine Marketingkampagnen
13:42 SPEAKER_00: wahrscheinlich in dem Umfang mehr erstellt, sondern immer KI als Tool dazu nimmt. Aber jetzt mal eine
13:48 SPEAKER_01: 1... Also angenommen, ich nutz es als Ideengeber, ne? Ich oder ich erstell mir irgend son Moodboard von verschiedenen
13:55 SPEAKER_01: Hintergründen,
13:56 SPEAKER_01: wie ich mein Produkt platziere.
13:57 SPEAKER_01: So. Und jetzt hab ich son paar Vorgaben, hab dieses KI Bild auf der linken Seite. Wenn ich jetzt hergehe und händisch mit
14:05 SPEAKER_01: Photoshop,
14:06 SPEAKER_01: wie ich's früher gemacht habe,
14:09 SPEAKER_01: dieses Bild erstellen?
14:11 SPEAKER_01: Hab ich dann auf diesem Bild
14:14 SPEAKER_01: Urheberrecht,
14:15 SPEAKER_00: weil ich's ja komplett händisch erstellt habe? Du meinst, obwohl ich eigentlich das KI Bild mehr oder weniger nachgemacht habe oder nicht? Ja, das wird schwierig. Es gibt Okay. Also es ist auch nicht einfach jeder kreative Einsatz kriegt Urheberrecht, sondern es muss eine bestimmte Hürde über überspringen
14:31 SPEAKER_00: sozusagen.
14:32 SPEAKER_00: Und wahrscheinlich, wenn Du dann einfach nachschaffend
14:35 SPEAKER_00: ein Werk kopierst, was vorher kein Urheberrecht hattest, dann wird's schwierig. Mhm. Das heißt, es muss irgendwie
14:41 SPEAKER_01: ein Mehrwert oder eine 1 signifikante
14:44 SPEAKER_01: Veränderung
14:45 SPEAKER_01: durch mich als Mensch herbeigeführt
14:48 SPEAKER_01: werden, dass es quasi nicht mehr als dieses KI generierte
14:52 SPEAKER_00: Content, hieß Genau. Wir haben da schon schöne Fälle aus den USA, weil anders als in Deutschland gibt's in den USA eine Behörde für Urheberrecht, für Copyright.
15:01 SPEAKER_00: Das heißt, da kannst Du dein Copyright anmelden,
15:04 SPEAKER_00: wie bei' Markenbehörde Vor allem auf jedem einzelnen Bild oder wie läuft das laufen? Das könntest Du so machen. Okay. Genau.
15:12 SPEAKER_00: Und deswegen kennen wir aber halt auch schon son paar Cases, die entschieden wurden aus den USA.
15:18 SPEAKER_00: Das Interessante da ist, dass die teilweise sagen, Zusammenstellung
15:23 SPEAKER_00: von
15:24 SPEAKER_00: jeweils
15:24 SPEAKER_00: KI generiertem Output
15:27 SPEAKER_00: Mhm. Ist schon möglicherweise kreativ genug, Mhm. Der dazu führt, dass Du an dieser Collage, nenn ich's mal, eigene Urheberrechte bekommst. Mhm. Wenn man das weiterdenkt, ist das natürlich eigentlich ganz schön, wenn man Photoshop benutzt. Dann lässt man sich den Hintergrund von 1 KI
15:33 Frage 2: Wem gehört der von einer KI erstellte Inhalt?
15:44 SPEAKER_00: machen, dann von' anderen Bild Tool vielleicht den die Person, die zu sehen ist und dann vielleicht noch mal das Produkt, was sie in der Hand haben sollen, noch von der anderen. Du stellst das irgendwie kreativ zusammen.
15:55 SPEAKER_00: Dann könnte es schon wieder, zumindest in den USA bisher, zu Urheberrechten führen.
16:00 SPEAKER_01: In Deutschland ist das auch denkbar, aber es gibt natürlich noch keine Cases. Aber müsste ich in den USA dann dieses Bild, müsste ich erst zur Copyright Behörde gehen und sagen, guck mal, ich hab das gemacht.
16:10 SPEAKER_01: Die machen Stempel drauf und erst dann ist es Copyright Protected oder ist es da so, dass ich hab das jetzt erstellt, diese Collage, stell die online,
16:18 SPEAKER_01: ohne mit der Copyright Behörde gesprochen zu haben und jetzt kopiert's 1. Kann die Person das dann tun oder
16:24 SPEAKER_00: brauch ich den Stempel vorher oder wie funktioniert das da? Also mein Verständnis im US Copyright Recht bin ich nicht so tief drin, aber mein Verständnis wäre, dass beides funktioniert. Aber wenn Du dich registrieren lässt, dann hast Du eine sicherere Position.
16:38 SPEAKER_00: Okay.
16:40 SPEAKER_01: Gut,
16:40 SPEAKER_01: verstanden.
16:42 SPEAKER_01: Jetzt sind wir mal wieder in Deutschland.
16:44 SPEAKER_01: Wenn ich jetzt
16:46 SPEAKER_01: son klassisches U-Bahn-Poster erstelle, Out of Funk Kampagne und hab im Hintergrund irgendwie ein Bild von ein paar Leuten oder meinetwegen nur von irgend' Wald. Im Vordergrund hab ich dann mein Produkt dran gepastet und hab noch irgend eine Überschrift da drauf. Okay. Und mein Logo ist noch drauf.
17:02 SPEAKER_01: Heißt das jetzt, dass
17:04 SPEAKER_01: jemand das komplette
17:06 SPEAKER_01: Poster inklusive meiner Brand, der Überschrift und dem Produkt einfach weiterverwenden kann oder
17:13 SPEAKER_01: dürfen die dann nur
17:16 SPEAKER_01: das Hintergrundbild,
17:17 SPEAKER_01: was KI generiert ist,
17:19 SPEAKER_01: weiterverwenden?
17:21 SPEAKER_00: Also da da musst Du verschiedene Bereiche unterscheiden. Also
17:24 SPEAKER_00: Brand, wenn das eine registrierte Marke ist, dann dürfen die die nicht verwenden. Okay. Ja. Also die Brand immer runter, okay. Genau. Und dann ist die Frage, ob
17:34 SPEAKER_00: dadurch, dass Du die Brand raufnimmst und vielleicht noch ein Text und vielleicht noch das ein oder andere Designelement,
17:39 SPEAKER_00: ob das sone Überarbeitung ist, die dazu führt, dass Du eigene Urheberrechte daran hast.
17:45 SPEAKER_00: Es ist wahrscheinlich etwas schwierig,
17:47 SPEAKER_00: weil
17:48 SPEAKER_00: bisher war die Meinung, dass
17:51 SPEAKER_00: also bei der Überarbeitung,
17:53 SPEAKER_00: das ist im Prinzip,
17:55 SPEAKER_00: wenn ich ein
17:56 SPEAKER_00: bestehendes urheberrechtlich
17:58 SPEAKER_00: geschütztes Werk habe, Mhm. Ich kopiere das und mach daraus was Neues. Mhm. Dann sagt man, das alte Werk
18:05 SPEAKER_00: muss verblassen,
18:06 SPEAKER_00: sodass das andere im Vordergrund steht. Mhm. Und wenn Du das jetzt auf den Case, den Du grad
18:12 SPEAKER_00: ja geschildert hast,
18:14 SPEAKER_00: überträgst, dann würde das ja bedeuten irgendwie,
18:16 SPEAKER_00: die KI Collage im Hintergrund, die muss verblassen gegenüber dem Neuen, was Du dem Ganzen gibst, also die Schrift, die Brand und so. Das heißt, wenn der ganze Hintergrund
18:27 SPEAKER_00: so beibehalten wird und nur ein bisschen, dann kriegst Du wahrscheinlich keine Urheberrechte und Du musst schon mehr machen als das.
18:34 SPEAKER_01: Also zusammengefasst
18:35 SPEAKER_01: für quasi eigene Kreationen,
18:38 SPEAKER_01: ich kann alles, was irgendwie KI generiert, ist eigentlich nicht, hab eigentlich ein Urheberrecht darauf. Es sei denn, ich mache signifikante
18:46 SPEAKER_01: Veränderungen,
18:47 SPEAKER_01: ob das jetzt Zusammenstellungen sind, ob das irgendwie weitere Elemente sind,
18:52 SPEAKER_01: wie auch immer, im Zweifel muss es ein Gericht entscheiden.
18:55 SPEAKER_01: Aber quasi den Standard Output kann ich nicht, kein Urheberrecht drauf, den kann jeder dann weiterverwenden
19:00 SPEAKER_01: und ich muss schon irgendwie signifikant was daran verändern, ne. Ich bin okay, verstanden. Und die Sache ist, für die meisten Unternehmen
19:07 SPEAKER_01: ist der Case auch wahrscheinlich eigentlich gar nicht
19:10 Warum eine KI (noch) kein Urheber sein kann
19:10 SPEAKER_01: so wichtig. Es sei denn, ich hab jetzt hier irgendwas erstellt, worauf ich meine ganze Brand aufbauen möchte, wenn ich jetzt irgend eine U-Bahn-Poster habe und da ist im Hintergrund irgendwie 3 Leute oder irgendwie Bäume und dann jemand anderes das Bild nimmt mit den Bäumen, das ist mir wahrscheinlich ja relativ egal. Oder wenn ich irgendwelche Social Media Bilder irgendwie mache und dann nutzt 1 die die gleiche KI generierte Person und in der eigenen Werbung,
19:30 SPEAKER_01: dann finde ich das vielleicht nicht cool, aber es ist jetzt auch wahrscheinlich kein riesen Riesenthema.
19:34 SPEAKER_01: Was ich mir
19:36 SPEAKER_01: als Unternehmen,
19:37 SPEAKER_01: wo ich hab, wo worüber sich viele Unternehmen mehr Sorgen machen, ist, dass sie mit der KI irgendwas erstellen,
19:44 SPEAKER_01: was sie dann verwenden,
19:46 SPEAKER_01: wo's irgend ein Urheberrecht
19:48 SPEAKER_01: darauf gibt, ne. Also angenommen, ich erstelle irgend ein 1 Comic und Comic ist in irgend' Stil,
19:54 SPEAKER_01: den ich vielleicht gar nicht kenne als erstellende Person,
19:57 SPEAKER_01: aber die KI hat im Prinzip,
20:00 SPEAKER_01: ist ein blödes Beispiel, angenommen, ich kenn die Simpsons nicht. Natürlich kennt jeder die Simpsons. So, und ich sag, na, hab mir irgendwie eine 1 Social Media Post mit irgendwie Comicfiguren,
20:09 SPEAKER_01: auf denen das zu sehen ist. Und dann stell ich die KI ein Bild, das sieht aus wie die Simpsons. Ich hab aber keine Ahnung davon, ne. Es kann ja auch sein, dass es irgendwie ein Comic ist aus irgend' anderen Region, den ich überhaupt nicht kenne, ja. Wenn's ein südostasiatische
20:20 SPEAKER_01: oder ich sag mal japanischer Manga ist, hab ich keine Ahnung von. Würd ich überhaupt nicht erkennen, ob das jetzt irgendwie aussieht
20:26 SPEAKER_01: wie was, was es wirklich draußen gibt. Davor haben ja die Unternehmen eine große Angst. Wie geht man darum damit und was sind da die was ist da die Gesetzgebung?
20:36 SPEAKER_00: Ja, das ist tatsächlich ein großes Problem, wenn, es tritt ja im Prinzip immer dann ein, wenn die Trainingsdaten
20:42 SPEAKER_00: zu nah am Output dran sind beziehungsweise Outputs zu nah an den Trainingsdaten. Mhm. Ich hab jetzt heute Morgen
20:47 SPEAKER_00: von von' Klage gegen Midjourney gelesen, bei Scooby Do, also hat,
20:52 SPEAKER_00: glaub ich, Midjourney verklagt, weil Scooby Do einfach 1 zu 1 bei Midjourney rauskommt. Midjourney, großes bekanntes Bildgenerierungstool,
20:59 SPEAKER_00: ja. Genau.
21:00 SPEAKER_00: Mit' relativ einfachen
21:02 SPEAKER_00: Prompt.
21:03 SPEAKER_00: Mhm. Und auch einem Prompt,
21:05 SPEAKER_00: der
21:07 SPEAKER_00: gar nicht so dahingeht,
21:08 SPEAKER_00: dass man sagt, erstell mir ein Scoopy Du, sondern
21:12 SPEAKER_00: sagst halt einfach irgendwie ein Comichund oder so.
21:15 SPEAKER_00: Und dann kommt der aber 1 zu 1 raus. Ja.
21:18 SPEAKER_00: Dann hast Du natürlich, an Scooby Du sind höchstwahrscheinlich Urheberrechte,
21:22 SPEAKER_00: wahrscheinlich sogar Markenrechte oder Ähnliches
21:25 SPEAKER_00: geclaimt. Und wenn Du das verwendest,
21:28 SPEAKER_00: dann haftest Du dafür. Mhm. Das heißt, die
21:31 SPEAKER_00: ja, die Sorge der Unternehmen ist tatsächlich berechtigt.
21:34 SPEAKER_00: Mhm. Bei Scoobyedoo und wahrscheinlich auch, wir kennen das von Brad Pitt zum Beispiel, der abgebildet wurde und so. Mhm. Da erkennt man das ja relativ schnell, wie Du grad schon gesagt hast, gibt's aber viele Cases, da kann man's nicht erkennen. Und es gibt meines Wissens auch nicht die Möglichkeit, das irgendwie zu tracken. Du kannst ja die KI schlecht fragen,
21:55 SPEAKER_00: ist da ein Urheberrecht dran? Bei Personen vielleicht noch kennt man diese Person, die die auf dem Bild dargestellt ist. Aber wenn's eine Fotografie, die eigentlich von irgendwo
22:06 SPEAKER_00: bei Google Bilder zu sehen ist oder so, da hast Du keine Chance, ja,
22:12 SPEAKER_01: irgendwie zu verstehen, ob das jetzt urheberrechtlich geschützt ist oder nicht. Mhm. Die neue KI Verordnung ist mehr als eine Pflicht. Sie ist deine Chance. Ja, Kompetenzschulung
22:21 SPEAKER_01: nach Artikel 4 ist wichtig für deine Rechtssicherheit
22:24 SPEAKER_01: bei der Nutzung von KI Tools im Job. Unsere von Rechtsanwälten mitentwickelte Schulung auf SnipKI d e zeigt dir aber auch, wie KI zu deiner Superpower wird. Ernne die Grundlagen, agiere sicher und entdecke neue Möglichkeiten.
22:37 SPEAKER_01: Jetzt starten auf SnipKI Punkt d e. Was kann ich da machen? Also ich mein, das heißt heißt das für mich, okay, ich kann einfach
22:43 SPEAKER_01: keine KI generierten Bilder im Endeffekt dann doch verwenden, weil ich weiß ja nie, ob da irgendjemand
22:48 SPEAKER_01: potenziell
22:49 SPEAKER_01: ein Urheberrecht oder sogar ein Markenrecht
22:52 SPEAKER_01: hat. Wie kann ich denn dann da vorgehen als Unternehmen? Ja, das ist tatsächlich
22:57 SPEAKER_00: schwierig.
22:58 SPEAKER_00: Was man natürlich machen kann, ist versuchen,
23:01 SPEAKER_00: sich ein
23:02 SPEAKER_00: KI Tool auszusuchen,
23:03 SPEAKER_00: wo in den AGB drinsteht,
23:05 SPEAKER_00: dass die dafür haften. Also gutes Beispiel
23:10 SPEAKER_00: ist
23:11 SPEAKER_00: Adobe Firefly,
23:12 SPEAKER_00: weil in den, also da kann man dann eine Zusatzvereinbarung
23:17 SPEAKER_00: mit denen abschließen, da steht drin, für den Fall, dass sie dass Adobe Firefly einen Output liefert,
23:22 SPEAKER_00: der gegen Schutzrechte verstößt,
23:24 SPEAKER_00: werden wir die Kosten covern.
23:26 SPEAKER_00: Mhm. Das heißt, wenn man sich ein KI Tool anschaut, ob man das benutzen möchte im Unternehmen, sollte man vielleicht auch mal die Nutzungsbedingungen lesen, was da drin steht.
23:35 SPEAKER_00: Ein etwas anderes Beispiel ist zum Beispiel
23:37 SPEAKER_00: OpenAI.
23:39 SPEAKER_00: Wenn man da die Nutzungsbedingungen liest, steht da drin, dass man
23:42 SPEAKER_00: lediglich
23:43 SPEAKER_00: 100 Euro oder das, was man OpenAI
23:46 SPEAKER_00: in den letzten 12 Monaten gezahlt hat, als Schadensersatz
23:50 SPEAKER_01: bekommt sozusagen. Was im Zweifel deutlich weniger ist als die Strafe, die man bekommt. Genau, das hilft niemandem. Da kannst Du nicht mal die Anwaltskosten mitbezahlen.
23:58 SPEAKER_00: Mhm.
24:00 SPEAKER_00: Die Frage ist, ob das überhaupt zulässig ist, solche Klauseln in Deutschland. Da steht nämlich auch drin, dass das alles nach Gerichten in San Francisco sich richtet und auch nach dem Recht in San Francisco und so weiter und so fort. Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht zulässig ist.
24:14 SPEAKER_00: Aber OpenAI hat halt auch sone finanzielle Power, dass es wahrscheinlich wirtschaftlich überhaupt nicht für die meisten Unternehmen vertretbar ist, dagegen vorzugehen, ne. Das kostet im Zweifel mehr, gegen OpenAI vorzugehen, als einfach den Schaden zu bezahlen. Mhm.
24:28 SPEAKER_00: Das heißt,
24:29 SPEAKER_00: das für mich Sinnvollste ist erstens, dass Menschen das Ganze einmal überprüfen, ne. Einmal irgendwie
24:36 SPEAKER_00: sich wirklich Zeit nehmen und drüber gucken 20, 30 Minuten
24:40 SPEAKER_00: könnte sein, dass Du das irgendwo schon mal gesehen hast. Mhm. So. Und das 2. Ist, dass Du dir die AGB und Nutzungsbedingungen deines Tools anguckst und
24:49 SPEAKER_00: danach entscheidest, ist das Risiko denn für mich eingehbar? Mhm. Und wenn's nicht für dich eingehbar ist, dann geh lieber auf so Lösungen wie Adobe Firefly,
24:57 SPEAKER_00: Mhm. Ohne dass ich hier Werbung machen möchte. Mhm.
25:00 SPEAKER_00: Aber aus meiner
25:03 SPEAKER_00: professionellen
25:03 SPEAKER_01: Warte macht das mehr Sinn. Mhm. Oder hab ich hier das Problem, ne, Adobe Firefly,
25:09 SPEAKER_01: also in 2 Themen. Einmal, das gilt ja nur
25:12 SPEAKER_01: für das Adobe eigene Modell,
25:15 SPEAKER_01: weil da Adobe weiß, was in den Trainingsdaten drinsteckt. Und Adobe,
25:20 SPEAKER_01: glaub ich, nehm ich mal an, sonst würden sie auch diese diese
25:24 SPEAKER_01: Sicherheit nicht geben,
25:26 SPEAKER_01: wissen halt, dass sie da keine
25:28 SPEAKER_01: geschützten
25:30 SPEAKER_01: Trainingsdaten mit drin haben, ne. Sobald ich aber, und das kann ich ja auch bei Adobe, ich kann auch andere Modelle wählen, die in der Regel ja viel besser sind, ne. Das ist ja son bisschen der Trade off. Das Adobe Modell ist ja, wenn man ehrlich ist,
25:42 SPEAKER_01: total hintendran, ne. Gerade jetzt spätestens seit's Nano Banana gibt von Google, das sind ja ist ja ein Unterschied wie Tag und Nacht. So, wenn ich jetzt aber Nano Banana auswähle,
25:51 SPEAKER_01: dann kommt dort auf einmal auch die der Hinweis, so hiermit erlischt auch quasi unsere
25:57 SPEAKER_01: Sicherheit, die wir dir geben, dass wir irgendwie für für die Schäden aufkommen, weil wir haben keine Ahnung, auf was Google diese Daten oder das Modell trainiert hat mit welchen Daten. Ja.
26:06 SPEAKER_01: Sprich, ich bin irgendwo sone richtige Klarheit, ich muss entweder eine Kröte muss ich fressen. Entweder ich nehm mal das schlechte Modell und es fast bei raus, dass es irgendwie am Ende nicht so schön ist oder weniger Power hat oder aber ich geh das Risiko ein,
26:11 Praktische Folgen: Darf ich KI-Bilder kommerziell nutzen?
26:19 SPEAKER_01: dass es da dass ich potenziell recht verletze.
26:24 SPEAKER_01: Und dann bleibt mir eigentlich nur die Möglichkeit zu sagen, okay,
26:28 SPEAKER_01: ich schaue da noch mal als mit' gesunden Menschenverstand
26:32 SPEAKER_01: drauf
26:33 SPEAKER_01: oder potenziell,
26:34 SPEAKER_01: ich mein, das das könnte man funktionieren. Wie gut das funktioniert probieren, wie gut das funktioniert, weiß ich nicht. Man könnte das Bild natürlich auch noch mal Bild KIs reingeben, was man erstellt hat und sagt, hey, sieht das irgendwie aus vom Stil her, wie irgendein
26:48 SPEAKER_01: bekannte
26:49 SPEAKER_01: Marke
26:50 SPEAKER_01: oder Coden Make oder was auch immer mal eben erstellt oder sieht die Person
26:54 SPEAKER_01: irgendeiner
26:55 SPEAKER_01: bekannten,
26:57 SPEAKER_01: ja, öffentlichkeitswirksamen
26:59 SPEAKER_01: Person ähnlich,
27:01 SPEAKER_01: dann halt einfach mal noch eine Einschätzung von der KI zu bekommen.
27:04 SPEAKER_01: Die ist natürlich, ist auch eine Einschätzung, also Rechtssicherheit
27:07 SPEAKER_01: hat man in dem Fall nicht. Also eigentlich ist man so immer son bisschen in den Bereichen,
27:12 SPEAKER_01: okay, bisschen schwierig. Das heißt, wenn's irgendwelche Background Bilder sind, die jetzt nicht sehr unique nach irgendwas aussehen oder irgend ein Wald oder was auch immer, dann ist es wahrscheinlich irgendwie unproblematisch.
27:23 SPEAKER_01: Sobald ich eine Person drin habe, müsste ich mir überlegen, ist das irgendwie, sieht die irgendwie irgendjemand ähnlich? Mich könnte man nicht fragen. Ich kenne keinen Star von Sternchen. Ich würd's aber nie erkennen, aber
27:33 SPEAKER_01: man hat dann bestimmt ein paar
27:35 SPEAKER_01: Leute im Team, die so was können und zusätzlich mal mit der KI zu checken. Aber eigentlich ist es son bisschen, ja, man ist son bisschen in im unsicheren Raum sozusagen oder man frisst halt die Gründe, dass man ein schlechtes Bildmodell nutzt von Adobe, sofern man mit Adobe und das hast Du auch gesagt, ist wichtig, zusätzlich noch sone Vereinbarung
27:53 SPEAKER_01: unterschreibt.
27:54 SPEAKER_01: Weil standardmäßig ist es, glaub ich, nicht so. Nee, genau. Ja.
27:58 SPEAKER_00: Was worauf man vielleicht auch noch hinweisen sollte, ist,
28:03 SPEAKER_00: dadurch, dass wir ein anderes Schadensersatzrecht
28:05 SPEAKER_00: haben als die in den USA, also bei uns kriegst Du ja keine 3000000000,
28:10 SPEAKER_00: wenn Du bei McDonald's den Kaffee übern über den Schoß geschützt bekommst, ne.
28:14 SPEAKER_00: Das heißt,
28:16 SPEAKER_00: die
28:17 SPEAKER_00: Klagen werden wahrscheinlich eher gegen USA,
28:20 SPEAKER_00: Unternehmen in den USA sich richten erst mal, würd ich sagen.
28:24 SPEAKER_00: Und den Schadenersatz, den Du in Deutschland zahlen musst bei, weiß ich nicht, deutschen Stars, wenn Florian Silbereisen oder so auf,
28:32 SPEAKER_00: Das ist natürlich wesentlich geringer als als diese Schreckensszenarien,
28:36 SPEAKER_00: die Du in den USA hast.
28:38 SPEAKER_00: Also ich hab grade Mit was kann ich da rechnen? Also Ja, ich das das ist natürlich immer
28:43 SPEAKER_00: unterschiedlich, je nachdem, welche Person es ist, was fürn Bild es jetzt und so weiter und so fort.
28:48 SPEAKER_00: Es gibt grade ein ganz aktuelles
28:51 SPEAKER_00: Urteil vom Landgericht,
28:52 SPEAKER_00: also vom Kammergericht hier in Berlin.
28:55 SPEAKER_00: Da ging es den Synchronsprecher,
28:57 SPEAKER_00: den deutschen Synchronsprecher von Bruce Willis. Da hatte ein Youtuber nämlich die Stimme einfach KI geklont und verwendet und der musste für dieses YouTube Video 4000 Euro zahlen. Also das ist noch relativ überschaubar.
29:09 SPEAKER_01: Aber
29:10 SPEAKER_01: ist es da auch wieder so, dass jetzt das Gericht gesagt hat, okay, Du ein kleiner Youtuber und deswegen sind es 4000 Euro, aber wenn das jetzt, keine Ahnung, in Bayersdorf in der Nivea Werbung machen würde, würde dann das Gericht sagen,
29:23 SPEAKER_01: Bayersdorf, Du hast irgendwie viel fanatische Power, Du hast Umsätze, also sind's bei dir keine 4000 Euro, sondern 400000 Euro oder ist es
29:32 SPEAKER_00: In der Regel wird man eine sogenannte Lizenzanalogie
29:35 SPEAKER_00: in Betracht ziehen. Das heißt, man schaut, wie viel hätte die Lizenz gekostet, wenn Du sie gekauft hättest. Also wenn Du den Synchronsprecher gefragt hättest, was hätte das gekostet, dann haben wir wohl gesagt, 4000 Euro.
29:47 SPEAKER_00: Wahrscheinlich wird der bei' großen Werbespot von Beyersdorf mehr abrechnen und
29:52 SPEAKER_01: dann wird's theoretisch teurer. Okay. Aber wenn die wenn ich in die Wahrscheinlichkeit mit reinrechne, dass ich erwischt werde, die muss ich ja auch mit rein multiplizieren, dann macht's ja für mich ja dann schon fast wieder Sinn.
30:03 SPEAKER_00: Es es gibt auch so was wie Verletzeraufschlag.
30:06 SPEAKER_00: Das wird also, dass es teurer wird.
30:09 SPEAKER_00: Das wird aber heiß diskutiert
30:11 SPEAKER_00: und viele Gerichte lehnen das tatsächlich ab. Ja, allein schon irgendwie
30:15 SPEAKER_01: Anruhrskosten, die Du damit hast. Ich find's,
30:18 SPEAKER_01: ich kann so gewisse quasi Sicherheitschecks
30:21 SPEAKER_01: machen
30:22 SPEAKER_01: und muss dann am Ende, glaub ich, je nachdem wie groß ich bin, was ist irgendwie, was ist ein einfaches Social Media Bild?
30:28 SPEAKER_01: Plan ich damit irgendwie meinen Deutschland
30:31 SPEAKER_01: Launch von meiner neuen Brand?
30:34 SPEAKER_01: Muss ich halt irgendwie mehr Sicherheitschecks
30:36 SPEAKER_01: machen oder halt noch überlegen, ob
30:38 SPEAKER_01: da dann wirklich KI
30:40 SPEAKER_00: verwendet werden sollte oder vielleicht eben nicht. Ja, sehr problematisch wird's natürlich bei Fotos auf Produkten
30:47 SPEAKER_00: oder eine Verpackungen,
30:49 SPEAKER_00: die erstellt werden. Weil wenn Du die erst mal im Markt hast und dann möglicherweise
30:54 SPEAKER_00: das Ganze zurückrufen musst oder vernichten musst oder so, dann wird's sehr, sehr teuer, dann ist der Schadenersatz gar nicht so hoch, aber die Kosten für Neuproduktion
31:03 SPEAKER_00: und Rückruf und so übersteigen das dann einfach im Vielfaches.
31:07 SPEAKER_01: Jetzt haben wir viel über
31:09 SPEAKER_01: Unternehmen gesprochen, die quasi KI Tools nutzen, also Anwender sozusagen.
31:14 SPEAKER_01: Jetzt gab's ja grade einen sehr spannenden Case von einem
31:18 SPEAKER_01: von einem Toolanbieter
31:20 SPEAKER_01: und zwar Entropic,
31:22 SPEAKER_01: die son bisschen bisschen Geld bezahlen mussten.
31:27 SPEAKER_01: Im Endeffekt war's, glaub ich, eine Einigung
31:30 SPEAKER_01: vor Gericht. Anthropic,
31:32 SPEAKER_01: also großer von OpenAI
31:35 SPEAKER_01: hat wurde verklagt
31:36 SPEAKER_01: von'
31:38 SPEAKER_01: Gemeinschaft an Autoren,
31:40 SPEAKER_01: die
31:42 SPEAKER_01: gesagt haben, dass er auf
31:44 SPEAKER_01: den geschützten
31:46 SPEAKER_01: Büchern, auf denen's quasi Copyright gibt,
31:49 SPEAKER_01: Modelle
31:50 SPEAKER_01: trainiert hat, halt eben dann die Outputs zu produzieren.
31:53 SPEAKER_01: Und da
31:54 SPEAKER_01: gab's schon News, dass das potenziell entrongisch ruiniert, dass das riesenhohe Schadensummen
31:59 SPEAKER_01: sein sollen. Und am Ende gab's, glaub ich, eine Einigung vor Gericht über, was sind's, 1500000000
32:05 SPEAKER_01: Dollar. Genau. Ich hab die höchste
32:09 SPEAKER_01: Zahlung, die, glaube ich, je gezahlt wurde für irgendwelche Copyright Cases.
32:12 SPEAKER_01: Und was irgendwie, wenn man's runterbricht, glaube ich, pro Autor
32:16 SPEAKER_01: 3000 US Dollar waren, also pro Buch, glaube Das
32:22 SPEAKER_01: heißt, als
32:23 SPEAKER_01: Anbieter,
32:24 SPEAKER_01: der irgendwelche
32:25 SPEAKER_01: Modelle entwickelt und
32:28 SPEAKER_01: Trainingsdaten verwendet,
32:29 SPEAKER_01: muss ich schon ganz schön aufpassen, was ich da für Daten verwende.
32:34 SPEAKER_00: Genau.
32:35 SPEAKER_00: Interessant,
32:36 SPEAKER_00: bevor wir in die Details da einsteigen, ist finde ich, dass in Dropics aber eine Woche vorher 13000000000
32:42 SPEAKER_00: eingesammelt hat in der Finanzierungsrunde.
32:45 SPEAKER_00: Heißt, es ist, okay, kommt rein und geht wieder raus. Ja, ja, Das tut dir nicht so weh. Cost Cost of Doing Business. Genau. Ja. Das tut dir nicht so weh.
32:54 SPEAKER_00: Interessant bei dem Fall ist, dass man nie unterscheiden muss. Es gibt im Prinzip 2 Ebenen. Zum einen wurde trainiert mit
33:00 SPEAKER_00: Raubkopien.
33:01 SPEAKER_00: Mhm. Da hat das Gericht auch gesagt,
33:04 SPEAKER_00: das durftet ihr nicht. Ihr dürft nicht mit Raubkopien einfach euer KI Modell trainieren und dafür müssen die jetzt die 1500000000
33:11 SPEAKER_00: zahlen, mehr oder weniger. Okay. Das das viel Interessantere ist aber, es gab dann noch weitere Bücher,
33:18 SPEAKER_00: die entweder gekauft wurden und dann eingescannt
33:21 SPEAKER_00: oder
33:22 SPEAKER_00: also kostenpflichtig runtergeladen wurden. Mhm.
33:25 SPEAKER_00: Da hat das Gericht sich damit auseinandergesetzt,
33:28 SPEAKER_00: ob das denn überhaupt verboten ist. Mhm. Und ist zu dem interessanten Schluss gekommen, dass das sogenannter Fair Use ist. Das heißt, das ist keine Urheberrechtsverletzung.
33:36 SPEAKER_01: Mhm.
33:38 SPEAKER_00: Und hat sich da sehr dezidiert mit auseinandergesetzt
33:41 SPEAKER_00: und mit Argumentation,
33:44 SPEAKER_00: was
33:45 SPEAKER_00: was wirklich interessant ist.
33:47 SPEAKER_00: Hallo, unser
33:48 SPEAKER_00: kleiner Rechtsexperte
33:50 SPEAKER_01: ist auch dazu gekommen. Genau, entweder Quality Check, das alles, was Tobi da erzählt oder?
33:57 SPEAKER_00: Genau und
34:00 SPEAKER_00: Willst Du auf meinen Schoß? Nein.
34:05 SPEAKER_00: Das
34:06 SPEAKER_00: man muss unterscheiden, in in den USA hat man eine, ich sag mal, einen allgemeinen
34:12 SPEAKER_00: Tatbestand,
34:13 SPEAKER_00: wenn ich sone Abwägung
34:15 SPEAKER_00: Abwägung durchführe und dann zu dem Ergebnis komme, das Urheberrecht darf man verwenden, dann darf das verwendet werden. In Deutschland hast Du eher spezifische Cases. Also für eine Parodie darfst Du, für Forschung darfst Du.
34:28 SPEAKER_00: Und in den USA ist das eher schwammiger.
34:31 SPEAKER_00: Man muss so im Einzelnen
34:33 SPEAKER_00: abwägen, ob man darf oder nicht.
34:35 SPEAKER_00: Und da gibt's einzelne Kriterien.
34:37 SPEAKER_00: Ein Kriterium ist, gibt es eine inhaltliche Auseinandersetzung
34:41 SPEAKER_00: mit dem Werk? Also wenn Du's einfach nur kopierst, ist natürlich schlimmer, als wenn Du's eine Parodie machst oder
34:47 SPEAKER_00: kritisierst oder Ähnliches. Mhm. In dem Bereich hat das Gericht gesagt,
34:52 SPEAKER_00: das ist eine inhaltliche Auseinandersetzung
34:54 SPEAKER_00: im Prinzip, weil Du nicht 1 zu 1, also Du kopierst zwar 1 zu 1 vervielfältigst,
35:01 SPEAKER_00: zu trainieren, aber Sinn und Zweck des Ganzen ist nicht,
35:04 SPEAKER_00: 1 zu 1 das Ganze wiederzugeben,
35:07 SPEAKER_00: sondern Du willst die KI befähigen, etwas anderes damit darauf aufbauend zu machen, ne. Also es ist etwas anderes als
35:10 Großes Fazit zur dreiteiligen Rechtsserie
35:14 SPEAKER_00: die reine Kopie. Mhm. Und der 2. Punkt, über den Sie sich groß auseinandergesetzt
35:20 SPEAKER_00: haben, ist, was ist denn eigentlich die Auswirkung auf den potenziellen Markt?
35:23 SPEAKER_00: Mhm. Und sind dann zu dem Schluss gekommen, das kann man auch anders sehen, finde ich, dass
35:29 SPEAKER_00: die KI,
35:30 SPEAKER_01: also das Training der KI nicht dazu führt, dass die Bücher weniger gelesen werden. Mhm. Das war ja auch der Case und von daher ist es total komplex und ich glaub, eine richtige Antwort ist natürlich schwierig zu finden. Aber es gab ja diesen diesen Case von dem Studio Gibbli oder Gibbli, weiß ich wie man's ausspricht.
35:49 SPEAKER_01: Und als OpenAI
35:51 SPEAKER_01: damals noch mit dem
35:53 SPEAKER_01: ChatGPT
35:54 SPEAKER_01: 4
35:55 SPEAKER_01: oder 4 1 Modell war das, glaube ich, mit dem neuen Bildmodell rauskam,
35:59 SPEAKER_01: gab's ja diesen Trend, dass sich Leute in diesem Geeply Stil
36:04 SPEAKER_01: die Fotos erstellt haben. Das ging ja komplett viral. Jeder, also fast
36:08 SPEAKER_01: alle Leute, die ich kenne, haben mal von sich son Geebie Bild erstellt.
36:11 SPEAKER_01: Und der
36:13 SPEAKER_01: der der Urheber dahinter,
36:17 SPEAKER_01: dem hat das gar nicht gefallen
36:19 SPEAKER_01: und der fand das auch überhaupt nicht gut.
36:22 SPEAKER_01: Aber wenn man jetzt mal
36:24 SPEAKER_01: fair darüber nachdenkt,
36:27 SPEAKER_01: glaube ich nicht, dass er in irgendeiner Art und Weise ein Schaden genommen hat, sondern dass es ihm quasi extrem
36:33 SPEAKER_01: viel für sich und sein Unternehmen,
36:36 SPEAKER_01: für seinen Stil, für seine
36:38 SPEAKER_01: seine Produkte geholfen hat, weil ganz viele Leute das 1. Mal überhaupt darauf aufmerksam geworden sind. Ich kannte die Fotos zwar schon mal irgendwo gesehen, aber ich hab mich ja nie richtig mit auseinandergesetzt.
36:50 SPEAKER_01: Und dadurch
36:51 SPEAKER_01: hat er, glaub ich, jetzt auf seinen Originalen,
36:54 SPEAKER_01: ob das jetzt die das Museum ist, die quasi Originalkunststücke,
36:58 SPEAKER_01: die er erstellt, sind, glaub ich, unendlich viel mehr wert geworden dadurch,
37:03 SPEAKER_01: dass es diese,
37:04 SPEAKER_01: ja,
37:05 SPEAKER_01: implizite Copyright Verletzung, potenzielle Copyright Verletzung
37:09 SPEAKER_01: irgendwie gab. Frage ist, ist es überhaupt eine, weil man das ja wieder in' ganz anderen Art und Weise dargestellt hat und das irgendwie sich selbst irgendwie dargestellt hat und ist das dann schon wieder, ne? Also das ist alles ein sehr komplexes Thema. Ich hab als Unternehmen, die wenigsten Hörer und Hörerinnen werden irgendwie die eigenen sind eigene Anbieter, die eigene
37:27 SPEAKER_01: Bildmodelle oder LMs erstellen und sich da irgendwie Gedanken drüber machen müssen. Du hast für Daten, die am Ende trainieren, ne? Also ich glaub, viel wichtiger ist der Case,
37:37 SPEAKER_01: das quasi das ganze Thema abzuschließen,
37:40 SPEAKER_01: ist
37:42 SPEAKER_01: mit meinen selbst erstellten Bildern können andere damit irgendwas machen, was sie möchten. Das ist für mich, glaub ich, der weniger relevante Punkt, weil ein eigener Name ein Social Media Bild verwendet oder mein Out of Home Bild, so be it. Ich glaub, das größere Thema ist das ganze Thema, was passiert denn, wenn ich aus Versehen was erstelle, was woran irgendjemand ein Urheberrecht hat? Das ist, glaube ich, das, was die Unternehmen viel mehr umtreibt.
38:06 SPEAKER_01: Und da haben wir gesagt, na ja, okay, man hat irgendwie 2 Optionen. Entweder man verwendet halt irgend ein Tool, was auf Daten trainiert wurde, bei denen es sicher keine Copyright Verletzungen gegeben hat und dann eben noch eine Garantie bekommt, wie zum Beispiel von Adobe Firefly, dass wenn mich 1 verklagt, Adobe die Kosten zahlt. Dann muss man aber die Kröte schlucken, dass das Tool einfach nicht gut ist.
38:25 SPEAKER_01: Oder man muss halt versuchen, hinten raus
38:27 SPEAKER_01: so viel, ja, Checks zu machen durch Menschen, durch vielleicht noch mal eine KI,
38:33 SPEAKER_01: halbwegs sicherzugehen,
38:34 SPEAKER_01: dass ich jetzt keinen Stil kopiert hab, dass ich keinen irgendwie bekannte Person irgendwie kopiert habe.
38:39 SPEAKER_01: Und im Endeffekt ist es eine 1 Kosten Nutzen Abwägung,
38:42 SPEAKER_01: wenn im Zweifel für ein Social Media Bild ich 4000 Euro bezahlen muss als großes Unternehmen,
38:48 SPEAKER_01: ein großes Problem, als größeres Unternehmen wahrscheinlich weniger.
38:52 SPEAKER_01: Das sind so ein bisschen, glaube ich, so die Sachen, die man beachten muss bei dem ganzen Urheberrechtsthema.
38:58 SPEAKER_00: Genau.
38:59 SPEAKER_00: Vielleicht,
39:00 SPEAKER_00: das noch etwas juristisch einzuordnen in Richtung Stil und so. Ja.
39:04 SPEAKER_00: Ein 1 Idee,
39:06 SPEAKER_00: ein 1 Konzept, ein Stilmittel
39:08 SPEAKER_00: allein ist nicht geschützt. Mhm. Ne, also man kann auch so malen wie van Gogh oder Ähnliches. Das kann ich ja jetzt auch malen. Und ich darf halt nur nicht die Bilder malen.
39:20 SPEAKER_01: Mhm.
39:21 SPEAKER_01: Aber dürfte ich sagen, ins Beispiel Simpsons, dürfte ich eine Simpsons
39:25 SPEAKER_00: Ad erstellen, weil die aussieht wie Simpson, aber Ja, das ist schwierig, weil die Figuren wahrscheinlich selber Urheberrechtsschutz
39:32 SPEAKER_00: haben. Aber Du könntest dich als
39:35 SPEAKER_00: als Moritz in der Simpsons Welt zum Beispiel machen.
39:38 SPEAKER_01: Okay, das heißt, ich könnte als Unternehmen
39:42 SPEAKER_01: eine Werbung schalten,
39:44 SPEAKER_01: die nicht die Simpsons Figuren hat,
39:47 SPEAKER_01: aber sehr stark an Simpsons
39:49 SPEAKER_01: erinnert sozusagen, weil der Stil nicht
39:52 SPEAKER_00: rechtlich geschützt ist. Ja, da müsste man sich noch mal angucken, ob die vielleicht Marken sind auch, ne? Die können ja auch eine bekannte Marke sein und wenn Du dann im Prinzip den guten Ruf ausnutzt für deine eigenen Produkte, dann kann's auch schon wieder heikel werden. Dann sind wir ja bei' anderen Ja, dann ist man wieder bei' anderen Thema. Also
40:08 SPEAKER_00: man ist man ist son bisschen auf der Rasierklinge,
40:11 SPEAKER_00: ganz auf der Rasierklinge so.
40:14 SPEAKER_00: Aber
40:15 SPEAKER_00: wenn man das gut vorbereitet und vielleicht auch mal ein Rechtsanwalt drüber gucken lässt, dann kann man da schon coole Sachen hinkriegen.
40:22 SPEAKER_00: Und dann ist natürlich auch immer die Frage, hast Du eben schon angesprochen, wie viel Risiko will man eigentlich gehen? Ja. Wenn wenn ich ein richtig coolen Social Media Post mache, wo ich glaube, dass ich superviel Aufmerksamkeit dafür bekomme,
40:35 SPEAKER_00: dann geh ich den halt.
40:38 SPEAKER_00: Im Zweifel muss ich ein paar 1000 Euro Strafe zahlen
40:41 SPEAKER_00: und dann nehm ich den runter und dann ist auch gut. Aber dann ist natürlich die Wirkung, die ich damit erzeugt habe, deutlich größer als das,
40:49 SPEAKER_01: ja, verwirklicht Risiko.
40:51 SPEAKER_01: Und das ist mal eine Aussage, wie ich sie gerne von allen Anwälten öfters mal hätte, einfach mal diese Kosten Risiko Betrachtung, weil ich glaub, je nachdem, mit welchem Rechtsanwalt man spricht, bekommt man halt immer die Antwort, nee, geht nicht, ist verboten.
41:04 SPEAKER_01: Aber quasi
41:06 SPEAKER_01: es pragmatisch zu sehen, das Thema und eben Fall für Fall
41:10 SPEAKER_01: zu betrachten, ergibt, glaub ich, total viel Sinn, einfach diese Überlegung, was ist denn jetzt hier für grade für ein Risiko? Für
41:16 SPEAKER_01: mich? Und das ist ein Unterschied, wenn ich meine Deutschland Kampagne
41:19 SPEAKER_01: irgendwie plane oder ob ich ein einzelnen Social Media Post mache,
41:22 SPEAKER_00: den ich dann auch direkt wieder runternehmen kann oder Produkte, die ich zurückprüfen müsste und so weiter und so fort. Ja, und es gibt es gibt im Prinzip ja nichts, was komplett risikofrei ist. Also irgendein Risiko geh ich ja immer ein. Mhm. Also auch wenn ich jetzt eine Kampagne starte mit Models,
41:38 SPEAKER_00: dann weiß ich auch nicht, ob der Fotograf, der sich eigentlich darum kümmern sollte, die Models gut bezahlt hat oder Ähnliches, ne. Also es gibt immer irgendein rechtliches Risiko und irgendwann muss man dann halt sagen, ich geh das Risiko ein. Mhm.
41:50 SPEAKER_01: Cool.
41:52 SPEAKER_01: Sehr, sehr spannend.
41:53 SPEAKER_01: Damit
41:54 SPEAKER_01: sind wir
41:56 SPEAKER_01: am Ende unserer Zeit Heiligen Rechts Serie angekommen.
42:00 SPEAKER_01: Tobi, noch mal vielen, vielen lieben Dank. Sehr gerne. Ich bin mir sicher, wir werden uns auch noch mal wiedersehen in Zukunft, weil nicht nur die Welt der KI sich ständig weiterentwickelt,
42:10 SPEAKER_01: sondern auch die ganze rechtliche,
42:14 SPEAKER_01: ja, der rechtliche Rahmen außen rum. Und wir haben ja in den letzten Folgen auch schon gelernt, wie viel da grade noch passiert und entschieden wird und EU Recht auf deutsches Recht und so weiter und so fort. Und da wird's wahrscheinlich noch ja einige Anpassungen geben und wer weiß, vielleicht sehen wir uns auch schon in 2 oder 3 Monaten wieder.
42:31 SPEAKER_01: Würd mich auf jeden Fall sehr freuen.
42:33 SPEAKER_01: Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann liket drunter, kommentiert,
42:38 SPEAKER_01: gebt uns Komplimente, sagt uns auch, was euch nicht gefallen hat. Und nächste Woche wird auch sehr spannend. Ich sag euch noch nicht, was es geht, aber wichtig, abonnieren,
42:47 SPEAKER_01: dann verpasst ihr die nächste Folge nicht. Und bis dahin.
42:51 SPEAKER_01: Tschau, macht's gut.
42:53 SPEAKER_03: Cointelligence ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI.
42:58 SPEAKER_03: Produziert bei Studio Co in Berlin.
43:00 SPEAKER_03: Produktion und Regie,
43:02 SPEAKER_03: Christina Manuel,
43:03 SPEAKER_03: und
43:04 SPEAKER_03: Ilias Robe.
43:05 SPEAKER_03: Creative Director Lukas Shelter.
43:08 SPEAKER_03: Redaktion und Moderation Benjamin Wüstenhagen und Moritz Heininger.
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43:16 SPEAKER_03: Danke fürs Zuhören.